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Archiv für die Kategorie „Verkehr“

SPD fordert weitere Bürgerbeteiligung

Freitag, 4. November 2011

Planungen zur Fußgängerbrücke Poppenbüttel und zum P+R-Haus vorgestellt

Die SPD-Bezirksfraktion Wandsbek begrüßt die nun zuletzt im Regionalausschuss Alstertal durch Vertreter aller beteiligten Stellen (Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation sowie Deutsche Bahn AG) vorgestellten Planungen zum Bau der neuen Fußgängerbrücke, dem barrierefreien Ausbau der S-Bahnhaltestelle Poppenbüttel, sowie für ein neues P+R-Haus am Stormarnplatz.

„Viel zu lange mussten wir auf die gute Nachricht warten, dass es nun endlich losgehen wird. Die Verantwortlichen in den Fachbehörden gehen von einer Fertigstellung der Brücke Anfang 2013 aus. Nebenher wird auch der lange geforderte barrierefreie Umbau der S-Bahnhaltestelle Poppenbüttel von der Deutschen Bahn AG umgesetzt und auch die Planungen für ein neues, günstigeres P+R-Haus laufen auf Hochtouren“, freut sich der SPD-Bezirksabgeordnete André Schneider, Regionalsprecher der SPD-Fraktion im Alstertal über die Auskünfte der Fachbehörden.

Mit der Präsentation der Planungen sind die Behördenvertreter und die Deutsche Bahn AG dem ausdrücklichen Wunsch der Kommunalpolitik auf Information der Bürgerinnen und Bürger nachgekommen. „Die SPD-Fraktion hat hierzu in der Vergangenheit immer wieder Anträge gestellt, die die Bezirksversammlung bestätigt hatte. Jetzt endlich nach dem Regierungswechsel klappte es mit der Information – das haben wir vor der Wahl versprochen und gehalten“, so André Schneider.

Die nun vorgestellten Planungen werden auch weiterhin konstruktiv von der Kommunalpolitik begleitet. „Die Vorentwurfsplanung für das P+R-Haus haben bei uns aber auch bei den direkten Anliegern noch viele Fragen aufgeworfen. Mit einem Antrag in der Bezirksversammlung haben wir diese Fragen aufgenommen. Insbesondere die notwendige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im weiteren Planungsverfahren ist uns sehr wichtig und soll von der Fachbehörde auf geeignete Weise fortgeführt werden“, erklärt Schneider.

Geklärt werden muss zudem, wie die verkehrstechnische Abwicklung erfolgen kann, ohne die Anwohner in der Straße Langenstücken oder im Frahmredder übermäßig zu den Hauptverkehrszeiten zu belasten. Deshalb soll eine aktuelle Verkehrszählung vorgenommen und geprüft werden, ob die Zu- bzw. Abfahrt zum geplanten P+R-Haus auch über den Saseler Damm abgewickelt werden kann.

Rot-Grün stoppt Gleisüberbauung in Berne

Donnerstag, 15. September 2011

Die Überbauung der Gleisanlagen am U-Bahnhof Berne wird nicht durchgeführt. Die SPD-GAL-Koalition in Wandsbek stoppte in einer Sitzung des Planungsausschusses der Bezirksversammlung die Fortführung der bisherigen Planungen.

Es war vorgesehen, den Bereich südlich des Bahnhofs zu überdeckeln und mit einem großen Discounter zu bebauen. Die Anwohner in Berne und Oldenfelde jedoch sprachen sich vehement dagegen aus.

“Jahrelang wurde an den Bürgern vorbeigeplant. Wir haben schon sehr früh gesagt: Sprecht mal mit den Menschen vor Ort, bevor ihr viel Zeit und Geld in solch ein ambitioniertes Projekt steckt! Doch CDU und FDP haben vor dem Regierungswechsel immer weiter gemacht. Wenn wir nicht die Notbremse gezogen hätten, wären wir jetzt schon mitten im Ausschreibungsverfahren für den Investor. Dabei gibt es in der Tat gute Gründe, die gegen einen weiteren Discounter an dieser Stelle sprechen. Wir wollen die Personalressourcen der Bezirksverwaltung lieber für die Planung von Wohnungsbau einsetzen und nicht für neue Discounter, die vor Ort niemand will und die die gewachsenen Strukturen gefährden”, meint Rainer Schünemann, Fachsprecher für Stadtplanung der SPD-Fraktion.

Auf der von SPD und GAL angesetzten öffentlichen Veranstaltung Ende August wiesen die ca. 200 Besucher auf eine zu befürchtende Verdrängung des bestehenden Einzelhandels und des Wochenmarktes hin. Auch würden die Anwohnerstraßen durch die Verkehrszunahme überlastet werden und zu wenig Parkflächen zur Verfügung stehen. Böschungen und Grünflächen entlang der Bahngleise würden durch die Bebauung wegfallen müssen.

“Für uns war immer der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs von großer Bedeutung. Da nun die Hochbahn selber einen Fahrstuhl einbauen will, ist das Angebot des Investors diesen zu finanzieren kein Anreiz mehr”, so Susanne Zechendorf, Fraktionsvorsitzende der GAL, und fügt hinzu: „die Nahversorgung ist gesichert und die Bevölkerung lehnt die Ansiedlung eines Discounters ab, damit ist das Projekt vom Tisch.“

Das StadtRAD erreicht den Wandsbeker Kern – wie geht es weiter?

Freitag, 19. August 2011

In diesen Tagen haben die Arbeiten zur Errichtung von StadtRAD-Leihstationen am
Wandsbeker Markt begonnen. Die Wandsbeker SPD-Fraktion begrüßt diesen Ausbauschritt
des Leihfahrrad-Netzes und kündigte an, sich für den weiteren Ausbau im Bezirk
stark zu machen.

„Endlich gibt es auch eine zentrale StadtRAD-Anbindung in unserem Bezirk“ freut sich Lars
Kocherscheid-Dahm, stellvertretender Vorsitzender der Wandsbeker SPD-Fraktion. „Nachdem
damit ein erster Schritt der Anbindung in Richtung Innenstadt getan ist, kommt es nun
auf einen vernünftigen weiteren Ausbau stadtauswärts an.“

Für weitere Ausbaustufen des Leihfahrrad-Systems liegen der Wandsbeker Kommunalpolitik
verschiedene Vorschläge von Bürgern vor. Neben einem raschen Ausbau des Netzes in
Richtung der Stadtteile Farmsen-Berne, Bramfeld, Rahlstedt sowie in die Walddörfer und das
Alstertal wünschen sich dabei viele Bürger ein Angebot, welches auch schnelle Querverbindungen
im Bezirk zulässt. „Wir freuen uns über die vielen Vorschläge, die tatsächliche Alternativen
zum Auto und zu umständlichen HVV-Verbindungen aufzeigen“, so Kocherscheid-
Dahm weiter. „Als Beispiele lassen sich hier die Vorschläge von Leihstationen an der Helmut-
Schmidt-Universität der Bundeswehr, im Bereich des Eichtalparks und im Bereich des
Kinos am Friedrich-Ebert-Damm nennen.“

Nach aktuellem Stand werden in diesem Jahr zunächst bereits geplante Standorte realisiert,
bevor im kommenden Jahr dann neue Standortvorschläge geprüft werden sollen. Die in der
Bezirksversammlung vertretenen Fraktionen einigten sich im Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr
und Tourismus darauf, dann gemeinsam konkrete Vorschläge für einen weiteren Ausbau
des StadtRAD-Netzes in Wandsbek zu machen. „Wandsbek wünscht sich weitere Stationen,
wir werden vorbereitet sein und Vorschläge parat haben, sobald es neue Planungen
gibt“, so Kocherscheid-Dahm.

Die Brücke ins Nichts in Poppenbüttel – keine Brücke und kein P+R-Haus in Sicht?

Freitag, 10. Juni 2011

Der nicht zu Ende geführte Umbau der Verkehrsanlage Poppenbüttel ist weiterhin ein großes Ärgernis vor Ort und wird durch den „Treppenstummel“ der ins Leere führt symbolträchtig dokumentiert. Daher fordert die SPD-Bezirksfraktion Wandsbek erneut die Entsendung von Referenten aus der Fachbehörde in den Regionalausschuss Alstertal, um dort den Mitgliedern des Ausschusses und der interessierten Öffentlichkeit Auskunft über die aktuelle Planungssituation zu geben.

Nach heutiger Informationslage wird die Herstellung der barrierefreien Fußgängerbrücke voraussichtlich erst im Jahr 2012 erfolgen, da es aufgrund von Planänderungen (Wegfall des P+R-Hauses über den Gleisen) inzwischen zu weiteren Verzögerungen gekommen ist. „Es ist der Stadt dann in weit über fünf Jahren Planungs- und Bauzeit nicht gelungen, eine provisorische Lösung zu erreichen, die für einen besseren Übergang zwischen S-Bahn und Busbahnhof gesorgt hätte und die von der Kommunalpolitik auf allen Ebenen stets eingefordert wurde; geschweige denn, das Gesamtprojekt baulich umzusetzen. Die Nutzer des ÖPNV und die direkten Anlieger müssen seitdem unzumutbare Einschränkungen in Kauf nehmen und umständliche und schlecht ausgeschilderte Umwege zur Erreichung Ihrer Anschlüsse an Busse oder zur S-Bahn nutzen“, kritisiert der SPD-Bezirksabgeordnete und Sprecher der SPD-Fraktion im Regionalausschuss Alstertal André Schneider.

Wiederholt wurde die mangelhafte und widersprüchliche Informationspolitik aller beteiligten Dienststellen und Unternehmen hervorgehoben. „Es ist an der Zeit, nun endlich transparent über den weiteren Ablauf des Planungs- und Umsetzungsprozesses zu informieren und für eine kundenfreundliche Wegeführung während der Umbauarbeiten Sorge zu tragen. Der in der Bevölkerung zu Recht als Planungschaos wahrgenommene Ablauf muss ein Ende durch klare und nachvollziehbare Aussagen der Verantwortlichen haben“, so André Schneider weiter.

Der berechtigte Unmut vor Ort setzt sich aktuell fort, weil Planungsideen zu einem P+R-Haus auf einem der vorhandenen P+R-Plätze am Stormarnplatz oder am Tennigkeitweg kursieren. Auch hierzu muss schnell und transparent informiert und mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern das Gespräch gesucht werden. Die SPD-Fraktion Wandsbek geht davon aus, dass die Fachbehörde nach der Sommerpause im Regionalausschuss zu den Themen Stellung beziehen wird.

SPD für Anwohnerparken in der Herthastraße und am Erntingweg

Mittwoch, 25. Mai 2011

Mit Eröffnung des neuen Einkaufszentrums in Bramfeld hat sich die Parksituation in der Herthastraße und im Erntingweg nochmals zugespitzt; die beiden Straßen sind nahezu zu jeder Tageszeit komplett zugeparkt. Für die Anwohner der beiden Straßen bedeutet dies, dass sie ihre Fahrzeuge entweder in weiter Entfernung oder aber verkehrswidrig abstellen müssen.

Hierzu sagt der Bramfelder Bürgerschaftsabgeordnete Lars Pochnicht: „Wir freuen uns sehr, dass mit der Eröffnung des Einkaufszentrums und der jetzt folgenden Umgestaltung der Marktfläche das Zentrum Bramfelds stark aufgewertet wird. Dieses darf jedoch nicht dazu führen, dass die Anwohner ihre Autos nicht mehr in Wohnortnähe abstellen können. Gerade für stets bepackte Familien mit kleinen Kindern oder ältere Leute ist diese Situation unzumutbar“, meint der Stadtentwicklungspolitiker.

Auf Antrag der SPD-Fraktion hat die Bezirksversammlung der zuständigen Behörde empfohlen, zur Entlastung der Situation der Anwohner das sog. Anwohnerparken in den beiden Straßen einzuführen.

Der verkehrspolitische Sprecher der Wandsbeker SPD-Bezirksfraktion, Lars Kocherscheid-Dahm sagt hierzu: „Die Einführung des sogenannten Anwohnerparkens könnte hier Abhilfe schaffen. Das häufig angeführte Gegenargument, dass der Parkdruck in den angrenzenden Straßen hierdurch erhöht würde greift an dieser Stelle nicht, da es sich um ein in sich geschlossenes, abgegrenztes Wohngebiet handelt.“ Außerdem, so argumentiert die SPD, stünden im neuen Parkhaus, auf den Parkflächen von Kaufland, den öffentlichen Parkflächen an der Ellernreihe sowie auf der Wochenmarktfläche ausreichend Stellplätze zur Verfügung.

Pochnicht und Kocherscheid-Dahm: „Wir hoffen, dass das Anwohnerparken rasch umgesetzt werden kann, damit sich die Situation für die Anwohnerinnen und Anwohner der Herthastraße und des Erntingweges schnell wieder entspannt.“

Meiendorfer Weg: Querungshilfe kommt!

Montag, 18. April 2011

Bezirksversammlung beschließt SPD-Antrag zur Entschärfung der Situation

Die Geschwindigkeitssituation auf dem Meiendorfer Weg beschäftigte die Bezirksversammlung Wandsbek auch während ihrer ersten Arbeitssitzung der neuen Wahlperiode. In einem Debattenantrag der SPD wurden die Forderungen der Bezirkspolitik nach schnellem Handeln bekräftigt. Wie am Rande der Sitzung bekannt wurde mit Erfolg: Denn das Bezirksamt hat die Planungen bereits aufgenommen.

„Wir freuen uns darüber sehr“, bekräftigt Lars Kocherscheid-Dahm, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion und verkehrspolitischer Sprecher der Sozialdemokraten. „Während es vor wenigen Wochen noch hieß man wisse noch nicht genau wann die Planungen aufgenommen und konkretisiert werden würden, teilte die Bezirksamtsleiterin mir nach der Debatte mit, dass inzwischen bereits mit Hochdruck an den Plänen gearbeitet werde.“

Messungen der Polizei hatten im Meiendorfer Weg regelmäßige Geschwindigkeitsüberschreitungen in einem eklatanten Ausmaß bestätigt, das Unfallgeschehen nimmt ständig zu. So ereignete sich etwa am 10. Februar ein Unfall, bei dem ein parkendes Fahrzeug nach einem Aufprall über 50 Meter quer über Straße und Gehweg in einen Vorgarten geschleudert wurde. Bezirkspolitik, Anwohner und Verwaltung hatten sich vor Ort auf die Schaffung einer Sprunginsel als Querungshilfe für Fußgänger verständigt, in deren Bereich die gefahrenen Geschwindigkeiten durch eine Verschwenkung der Fahrbahn reduziert werden sollen.

„Wir hoffen, dass nun die Umsetzung der Planungen schnell vorangeht“, fügt Kocherscheid-Dahm hinzu. „Begleitend wünschen wir uns weitere Maßnahmen, um eine tatsächliche Entschärfung der Situation im gesamten Straßenverlauf zu erhalten. Dazu gehören in unseren Augen auch die Prüfung der Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit im Meiendorfer Weg bis zur Umsetzung der baulichen Maßnahmen und die erneute Forderung nach einem Mini-
Kreisel in Höhe der Ringstraße. Dieser würde sowohl das Einbiegen auf den Meiendorfer Weg erleichtern, als auch ebenfalls zur Reduzierung der Geschwindigkeit beitragen.“

Der beschlossene Antrag der SPD beinhaltet auch die Aufforderung an das Bezirksamt, einen Zeitplan für die Umsetzung der Maßnahmen am Meiendorfer Weg vorzulegen. So sollte es in Kürze endlich konkrete Perspektiven für die Anwohner geben.

Wieder ein Unfall auf dem Meiendorfer Weg: SPD erneuert Forderung nach schnellem Handeln

Freitag, 11. Februar 2011

Am Morgen des 10. Februar ist es auf dem Meiendorfer Weg erneut zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein fahrendes Fahrzeug rammte einen am Fahrbahnrand geparkten PKW mit derartiger Wucht, dass dieser quer über die Fahrbahn, durch den Gegenverkehr und über den Gehweg hinweg mehr als 50 m entfernt in einem Vorgarten landete. Es ist lediglich einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass keine Personen zu Schaden kamen. Die Wandsbeker SPD-Fraktion nimmt diesen Unfall zum Anlass, ihre Forderung nach schnellem Handeln für eine Erhöhung der Verkehrssicherheit am Meiendorfer Weg zu erneuern.

„Seit Januar 2009 beschäftigt das Thema die Politik, inzwischen sind sich alle Fraktionen lange einig: Wir brauchen hier dringend bauliche Maßnahmen zur Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeiten. Nur umgesetzt wurden diese bislang leider nicht, stattdessen häufen sich die Unfälle“, bedauert Lars Kocherscheid-Dahm, verkehrspolitischer Sprecher der Wandsbeker SPD-Fraktion.  „Das Thema steht für dieses Jahr laut Bezirksamt mit höchster Priorität an. An dieser Aussage halten wir fest und werden die Bezirksamtsleitung an der Umsetzung messen.“

Messungen der Polizei hatten hier die Beobachtungen der Anwohner wiederholt bestätigt. Mehrmals am Tag wurden hier Geschwindigkeiten von über 100 km/h gemessen, der bisherige Spitzenreiter lag bei 136 km/h. Nach dem Willen von Politik und Anwohnern soll es in Höhe der Lehárstraße eine Sprunginsel mit einer Fahrbahnverschwenkung geben, so dass die gefahrenen Geschwindigkeiten sinken. Zusätzlich soll in Höhe der Ringstraße ein sog. „Mini-Kreisel“ für eine Verlangsamung des Verkehrs und ein verbessertes Ein- und Ausbiegen sorgen.

„Bei dem aktuellen Unfall war es pures Glück, dass nicht im Gegenverkehr oder auf dem Gehweg jemand ernsthaft zu Schaden kam“, so Kocherscheid-Dahm weiter. „Unabhängig von der endgültigen Ermittlung der Unfallursache durch die Polizei sollte man alles daran setzen, dieses Glück nicht weiter zu strapazieren. Die Gesamtsituation in diesem Bereich erfordert in unseren Augen  ein sofortiges Handeln.“

Die SPD-Fraktion hat nun prompt reagiert und für die letzte Ausschuss-Sitzung der Bezirksversammlung vor den Neuwahlen noch einen Antrag eingebracht, der das Bezirksamt mit Nachdruck zu schnellem Handeln auffordert. Weiter wird von der zuständigen Innenbehörde eine Überprüfung gefordert, ob hier bis zur Umsetzung baulicher Veränderungen vorübergehende Maßnahmen getroffen werden können, um den Bereich zu entschärfen und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

Ampelsprint – Außer Spesen nichts gewesen??

Montag, 22. November 2010

Wir erinnern uns an das Frühjahr 2010: Zur Abwendung eines angeblichen Verkehrschaos in der Oldenfelder Straße in Hamburg Rahlstedt forderte die CDU-Fraktion die Verkürzung der Grünphase der Fußgänger-Ampel an den dortigen Schulen. Mit Hilfe des Koalitionspartners FDP beschloss die CDU trotz massiver Kritik aller Oppositionsfraktionen eine Aufforderung an die Innenbehörde, die Grünzeit für Fußgänger von acht auf 3,75 Sekunden (!!) zu verkürzen. Die SPD sprach von einer Gefährdung für Schulkinder und von verkehrspolitischem Irrsinn. Nun ist das alles glücklicherweise vom Tisch.

Die zuständige Straßenverkehrsbehörde hat zwischenzeitlich die Grünphase an der Ampel überprüft und kam zu dem Ergebnis, dass eine Verkürzung nicht sinnvoll ist, weil „zur Schulanmarschzeit eine überdurchschnittliche unübersichtliche Verkehrssituation mit vielfacher Aufmerksamkeitsteilung“ vorherrsche. Dazu Lars Kocherscheid-Dahm, Sprecher Verkehrspolitik der Bezirksfraktion: „Das kommt davon, wenn man Anträge schreibt ohne sich um den Sachverstand vor Ort zu kümmern. Hier wurden viele Menschen in verschiedenen Behörden lange mit einer unsinnigen Frage beschäftigt. Hätte man gleich mit dem Elternrat und den Schulen gesprochen statt über deren Kopf hinweg zu entscheiden, hätte man sich hier Vieles sparen können.“

Dem Beschluss waren hitzige Debatten im Regionalausschuss und der Bezirksversammlung vorausgegangen. Die Opposition kritisierte, dass hier Interessen von Autofahrern wichtiger genommen würden, als die Sicherheit von Fußgängern und insbesondere Schulkindern. Die CDU blieb gleichwohl bei Ihrer Ansicht und der Wandsbeker Koalitionspartner FDP stimmte schweigend mit. Doch „Ende gut, alles gut“ kann man nun beruhigt feststellen. Für die Sicherheit der Schulkinder halten auch die Straßenverkehrsbehörden die Beibehaltung einer Ampel an der Oldenfelder Straße für unerlässlich, so dass die Schulkinder nicht gezwungen sind, über die Straße zu laufen um die Grünphase einzuhalten. Kocherscheid-Dahm bilanziert: „Wir begrüßen es sehr, dass die Innenbehörde diesem Irrsinn ein Ende gemacht hat. Schließlich sind wir hier mitten im Verkehr und nicht bei Laufwettbewerben auf einem Schulsportfest.“

Für Rückfragen: Lars Kocherscheid-Dahm 0163-783 52 77

Meiendorfer Weg wird als Rennstrecke genutzt – SPD mahnt Handlungsbedarf an

Dienstag, 8. Juni 2010

Neue Messungen bestätigen:

Nachdem die Geschwindigkeitssituation am Meiendorfer Weg bereits seit geraumer Zeit im Fokus des Interesses steht und die Bezirksversammlung Wandsbek die Behörden mehrfach zum Handeln aufgefordert hat, gibt es nun neue, erschreckende Messwerte von der Meiendorfer „Rennstrecke“. Die SPD fordert aufgrund der neuen Messwerte der Polizei nun konkretes Handeln seitens des Bezirksamtes und der Innenbehörde.

„Die aktuellen Messungen der Polizei haben bestätigt, was Anwohner und Politik schon lange wissen: Der Meiendorfer Weg ist eine Rennstrecke mitten in der Stadt“, so Lars Kocherscheid, verkehrspolitischer Sprecher der Wandsbeker SPD-Fraktion. „Die neuen Messwerte sind erschreckend und machen deutlich, wie dringend hier Handlungsbedarf besteht.“

Auf Bitten der Bezirksversammlung Wandsbek hat die Polizei mit einem verdeckten Statistikgerät Messungen auf dem Meiendorfer Weg durchgeführt. Dabei wurden je Fahrtrichtung jeweils für 24 Stunden die Geschwindigkeiten aller passierenden Fahrzeuge gemessen.

„Das Ergebnis spricht traurigerweise für sich“, so Kocherscheid weiter. „Die gefahrenen Geschwindigkeiten sind hier nahezu zu jeder Tages- und Nachtzeit deutlich zu hoch. Während der Messung wurden knapp zehn Fahrzeuge mit Geschwindigkeiten über 100 km/h gemessen, der Spitzenreiter lag sogar bei 136 Stundenkilometern. “

Nachdem die SPD dieses Thema im vergangenen Jahr auf die politische Tagesordnung gesetzt hatte, gab es verschiedene Initiativen zu einer Entschärfung der Situation. So soll im Kreuzungsbereich mit der Ringstraße ein sog. Mini-Kreisel entstehen, der auch zur Geschwindigkeitsreduzierung beiträgt. Für den Einmündungsbereich der Leharstraße wünschen sich die Kommunalpolitiker eine Sprunginsel und eine Fahrbahnverschwenkung. Während der Bau des Kreisverkehrs bereits in eine Prioritätenliste eingestuft wurde, wurden Maßnahmen im Bereich der Leharstraße vom Bezirksamt bislang wegen fehlender finanzieller Mittel abgelehnt.

Angesichts der neuen Messwerte kann und darf das Bezirksamt die Augen hier nicht weiter verschließen, meinen die Sozialdemokraten. Daher fordert ihr verkehrspolitischer Sprecher nun konkretes Handeln: „Mehr Kontrollen durch die Polizei an dieser Stelle sind sicher ein guter Anfang. Gefragt ist hier aber eine dauerhafte Verbesserung und die kann nur durch bauliche Maßnahmen erfolgen“, ist sich Kocherscheid sicher. „Wir werden vom Bezirksamt weiter fordern, dass dieses Thema angepackt und bearbeitet wird.

Ampel-Sprint auf dem Schulweg?

Dienstag, 9. März 2010

CDU will kürzere Grünphasen für Schulkinder

Zur Abwendung eines angeblichen Verkehrschaos in der Oldenfelder Straße in Hamburg Rahlstedt fordert die CDU-Fraktion die Verkürzung der Grünphase der Fußgänger-Ampel an den dortigen Schulen. Mit Hilfe des Koalitionspartners FDP beschloss die CDU trotz massiver Kritik aller Oppositionsfraktionen eine Aufforderung an die Innenbehörde, die Grünzeit für Fußgänger von acht auf 3,75 Sekunden (!!) zu verkürzen. Die SPD spricht von einer Gefährdung für Schulkinder und von verkehrspolitischem Irrsinn.

„Einen derart unnötigen, unsinnigen und gefährlichen Antrag habe ich bislang nicht erlebt“, so Lars Kocherscheid, Regionalsprecher Rahlstedt und Verkehrsexperte der Wandsbeker SPD-Fraktion. „Hier wird grundlos die Sicherheit von Schulkindern aufs Spiel gesetzt, bewährte Standards sollen vom Schreibtisch aus heruntergefahren werden – das ist inakzeptabel.“

Auslöser für die heftigen Diskussionen ist ein Antrag der CDU, der die Verkürzung der Grünphase für Fußgänger an einer sogenannten Bedarfsampel in der Oldenfelder Straße von jetzt acht auf künftig 3,75 Sekunden fordert. Die CDU ist der Meinung, in diesem Bereich herrsche in den Morgenstunden Verkehrschaos und man könne diesem durch eine Verkürzung von Grünzeiten entgegenwirken. Belegt wird diese Ansicht mit verschiedenen wissenschaftlichen Studien über Gehgeschwindigkeiten.

„Nicht nur, dass man hier völlig unnötig Schulkinder gefährden will, auch der verkehrliche Nutzen erschließt sich nicht“, so Kocherscheid weiter. „Die Oldenfelder Straße ist weder eine Hauptverkehrsstraße, noch sind die Verhältnisse hier so extrem, dass 4,25 Sekunden Gewinn für Autofahrer zu enormen Verbesserungen des Verkehrsflusses führen würden.“

Die SPD kritisiert, dass Schüler der anliegenden Schulen, darunter auch Grundschüler, ohne Not einer größeren Gefahr ausgesetzt würden. „Schüler sind nun einmal schlecht mit wissenschaftlichen Formen berechenbar. Sie gehen nicht immer unmittelbar bei Grün los und haben oft weitaus schlechtere Einblicke in den Verkehr als Erwachsene“ bilanziert Kocherscheid. „Wir hoffen, dass die Innenbehörde diesem Irrsinn ein Ende macht. Schließlich sind wir hier mitten im Verkehr und nicht bei Laufwettbewerben auf einem Schulsportfest.“