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Dienstag, 17. Mai 2016

Wohnungsbau, Flüchtlingsunterbringung und Naturerhalt am Buchenkamp

Die rot-grüne Koalition in Wandsbek hat in der Bezirksversammlung am 12. Mai beschlossen, dass für die Bereiche östlich des Buchenkamps in Volksdorf ein Bebauungsplanverfahren begonnen werden soll, um dort Wohnungsbau, eine Unterbringung für Flüchtlinge und Schutz und Aufwertung der naturnahen und landwirtschaftlichen Flächen zu ermöglichen.

Dazu Rainer Schünemann, Fachsprecher Stadtplanung der SPD-Bezirksfraktion: „Mit Unterstützung der Bürgerschaftskoalition sind in Volksdorf in den vergangenen Monaten zahlreiche Gespräche sowohl mit Eigentümern, örtlichen Bürgerinitiativen als auch Naturschutzverbänden geführt worden. Am Ferckschen Hof sollen nun 60 Wohneinheiten und eine Einrichtung für Demenzkranke mit bis zu 30 Plätzen entstehen. Die Bebauung wird in Höhe der Bestandsgebäude des Ferckschen Hofs begrenzt. Sämtliche Gebäude sind in Nullenergiebauweise zu errichten und die Dachflächen für Photovoltaik zu nutzen. Außerdem soll die Bebauung an einer weitestgehenden Schonung der Knicks orientiert sein. Alle rückwärtigen Landwirtschaftsflächen und Grünbereiche der Liegenschaften der Eigentümerin (Ökologische Wohnungsbau Genossenschaft) werden gesichert und aufgewertet bzw. renaturiert. So wird ein sachgerechter Ausgleich zwischen den Belangen des Wohnungsbaus und der Naturverträglichkeit erreicht.“

Oliver Schweim, Fachsprecher Stadtplanung der Wandsbeker Grünen-Fraktion: „Unter Einbeziehung von Naturschutzverbänden werden möglichst große Teile der freizuhaltenden Flächen innerhalb des Plangebietes spätestens fünf Jahre nach Inkrafttreten des Bebauungsplans durch den Investor ökologisch so aufgewertet, dass sie zusammen mit den Flächen Kiebitzmoor, Moorbek, Tonradsmoor, den Knickstrukturen, den Auenwäldern sowie allen angrenzenden Flächen anerkannte Biotope und einen dauerhaft geschützten Biotopverbund ergeben. Langfristig soll damit ein Beitrag geleistet werden, dass das Naturdenkmal Kiebitzmoor ausgeweitet und zu einem Naturschutzgebiet weiterentwickelt werden kann.

Eine ökologisch orientierte, landwirtschaftliche Nutzung soll möglich bleiben, sofern dies den angestrebten Biotopverbund nicht behindert. Außerdem wird ebenfalls innerhalb von fünf Jahren für die ausstehenden ökologischen Ausgleichsmaßnahmen aus dem B-Plan Volksdorf 32 von 1994 für die Biotope der Tonradswiese ein Konzept erarbeitet und umgesetzt.“

Für eine Folgeunterbringung in Volksdorf konnte eine Freifläche an der Eulenkrugstraße gefunden werden, die kurzfristig verfügbar ist. Diese Lösung wurde im Stadtteil bereits vorgestellt und diskutiert und Volksdorf leistet nun als größter Stadtteil der Walddörfer einen relevanten Beitrag zur Herausforderung der Flüchtlingsunterbringung. Die Fläche hinter dem sogenannten Erdbeerfeld ist zwar wegen der Oberleitung und des Schutzes der beiden landschaftsprägenden Bäume nicht vollständig nutzbar, sie unterliegt aber wesentlich geringeren ökologischen Restriktionen als die Tonradswiese. Bei einem Einsatz von zweigeschossigen Holz-Modul-Häusern wird mit rund von 260 Plätzen gerechnet. Die Einrichtung soll im Bebauungsplan regulär ausgewiesen werden und dabei auf eine Laufzeit von maximal 15 Jahren begrenzt werden.

Die zunächst für die Unterkunft vorgesehene Tonradswiese ist durch ihre sehr feuchten Bereiche und den hohen Grundwasserstand schwer zu bebauen und weist einen hohen ökologischen Wert auf. Daher soll von jeglicher Bebauung abgesehen werden und die Festsetzungen des B-Planes Volksdorf 32 bleiben unangetastet.

Zur Anbindung an die Wohnbebauung soll auch eine Einbeziehung des Grundstücks südlich des Ferckschen Hofs (Erdbeerfeld) in das Bebauungsplanverfahren geprüft werden. In einem ökologischen Gutachten wurde diese Fläche für Wohnungsbau als ähnlich geeignet erklärt, wie die Fläche am Ferckschen Hof. Vorgesehen ist daher eine Fortführung der dort geplanten Wohnbebauung entlang des Buchenkamps und der Eulenkrugstraße bis zu dem Grundstück, auf dem die Flüchtlingsunterbringung entstehen soll.
Um Befürchtungen der Anwohnerinnen und Anwohner hinsichtlich der Entwicklung des Verkehrs zu berücksichtigen, wird eine gutachterliche Bewertung insbesondere für den Buchenkamp erstellt. So können in der Planung mögliche Auswirkungen der zusätzlichen Bebauung realistisch prognostiziert und wenn nötig verkehrsplanerische Anpassungen durchgeführt werden (insbesondere durch Ausweitung der Tempo-30-Zone).

Schünemann und Schweim: „Wir bedanken uns für die sehr kooperative Gesprächsbereitschaft aller Beteiligten und sind froh, dass nun ein Paket geschnürt werden konnte, dass die verschiedensten Interessen von Wohnungsbau, Naturerhalt und Unterbringung von Geflüchteten zusammenbringt und auf breite Akzeptanz vor Ort stößt.“

Donnerstag, 16. Juli 2015

Steilshoop bekommt eine neue Mitte – „Möglichst viele Bäume erhalten bzw. nachpflanzen“

Seit 2007 gibt es Überlegungen die Großsiedlung Steilshoop aufzuwerten. Vor allem die Mitte des Stadtteils soll verbessert werden. 2012 haben sich daher die hier ansässigen Wohnungseigentümer – Genossenschaften, private Wohnungswirtschaft und städtische Wohnungsunternehmen – mit Unterstützung der Stadt Hamburg zum Innovationsquartier (InQ) Mitte-Steilshoop zusammengeschlossen. Die Neugestaltung wurde mit den Bürgern gemeinsam angepackt: in vielen Workshops, Vorstellungen im Stadtteilbeirat, Aushängen im Stadtteilbüro, Presseberichterstattungen oder Aushängen in den Wohnhäusern wurden die Bewohner informiert und eingeladen mitzubestimmen.

Die Aufenthaltsqualität der in die Jahre gekommenen Mittelachse, die sich durch das Wohngebiet zieht, wird durch verschiedene Maßnahmen wie z.B. die Neuordnung der Grünflächen und Sitzgelegenheiten erheblich verbessert. Weiterhin wird so auch eine gemeinsame, kontinuierliche und einheitliche Grünpflege ermöglicht. Durch die Schaffung einer bisher fehlenden zentralen Markt- und Eventfläche wird eine der Voraussetzungen für die Wiedereinrichtung eines Wochenmarktes sowie auch Anreize für die Weiterentwicklung des Einkaufszentrums geschaffen.

Das Projekt soll den Stadtteil als Wohn- und Nahversorgungsstandort stärken und die Wohnzufriedenheit der Bewohner verbessern. Außerdem wird eine gute Außendarstellung und ein verbessertes Selbstbild des Stadtteils angestrebt und so mittelfristig zu einem Imagewandel Steilshoops beitragen.

Nach achtjähriger Planungsarbeit sollen die Maßnahmen jetzt beginnen. Inzwischen stehen jedoch keine Ressourcen für eine grundsätzliche Überplanung des Vorhabens mehr zur Verfügung, insbesondere sind die öffentlichen und privat finanzierten Maßnahmen durch vertragliche Vereinbarungen rechtlich miteinander verknüpft, so dass größere Umplanungen Schadenersatzansprüche zu Lasten der öffentlichen Hand auslösen würden. Trotzdem soll an der Neugestaltung der Mittelachse und des zentralen Platzes festgehalten werden.

Dabei sind Baumfällungen aus verschiedenen Gründen notwendig. Bei der Neugestaltung sollen jedoch möglichst viele Bäume erhalten bleiben. Über die bisher geplanten Ersatzpflanzungen sollen weitere Bäume nachgepflanzt werden.

Dennis Paustian-Döscher, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN in der Bezirksversammlung Wandsbek: „Wir wollen eine soziale Stadtentwicklung und einen grünen Stadtteil. Daher wird jeder einzelne Baum begutachtet und versucht, eine Fällung durch andere Maßnahmen und Umplanungen zu verhindern. So wurden die Fällungen auf ein Minimum reduziert. Für die Fällungen, die für die Maßnahme notwendig sind, wird ein Nachpflanzprogramm von der Verwaltung erarbeitet. Die umfangreichen Nachpflanzungen sollen standortnah erfolgen.“

Carsten Heeder, Regionalsprecher der SPD-Bezirksfraktion Wandsbek: „Im Laufe der Planungen wurde seit 2011 die Anzahl der geplanten Baumfällungen schon massiv reduziert. Ein weiterer Erhalt von Bäumen ist durch kleinere Korrekturen an der Planung möglich. Ein Ansatzpunkt könnte hier die Reduzierung der Pkw-Stellplätze darstellen. Aufgrund des meistens leerstehenden Parkhauses ist hier ein erhöhter Parkdruck nicht zu erwarten.“

Donnerstag, 16. Juli 2015

Ein Ort der Verständigung und des Lernens soll in Großlohe entstehen

Interkulturelle Gemeinschaftsgärten sind Gartenprojekte, bei denen Konzepte des interkulturellen Lebens, der Völkerverständigung und der Integration im Mittelpunkt stehen. Nach dem Willen der Wandsbeker rot-grünen Koalition soll ein solcher Garten in Großlohe entstehen. Carmen Hansch, SPD-Bezirksfraktion: „Wir begrüßen es sehr, dass in Großlohe ein kollektiv betriebener Garten entstehen soll, in dem Menschen mit unterschiedlichster Herkunft miteinander gärtnern und so das Gemeinschaftsleben stärken.“

Karin Jung von der Wandsbeker Grünen-Fraktion ergänzt: „Interkulturelle Gärten haben neben der Völkerverständigung das Ziel, gärtnerisches Alltags- und Fachwissen auszutauschen und in einer Großstadt eigene und gesunde Lebensmittel zu produzieren.“ Beispiele für erfolgreiche Gemeinschaftsgärten gibt es seit 1996, die bewirtschafteten Grundstücke liegen meist in der Stadt.

Mit ihrem Antrag setzt sich die rot-grüne Koalition dafür ein, dass die Verwaltung den Trägerverein in Großlohe bei der Umsetzung des Projektes unterstützt und dass geprüft wird, ob die ins Auge gefasste Fläche am Bachstückenring unter ökologischen und naturschutzfachlichen Aspekten geeignet ist.

Hintergrund:

Ein Interkultureller Gemeinschaftsgarten in Großlohe (IGG) soll ein Ort der Verständigung und des Lernens sein, der von der Großloher Bevölkerung sowie von Menschen aus der Umgebung genutzt werden könnte. Ein Konzept für einen solchen Garten liegt vor und würde vom Treffpunkt Großlohe als Betreiber unter der Trägerschaft des Seniorenbüros Hamburg e.V. umgesetzt werden. Hierzu gab es schon einige Veranstaltungen, die reges Interesse fanden. Der Träger des Projektes hat auch bereits eine Fläche von privat gepachtet, auf der das Projekt verwirklicht werden soll. Die Fläche liegt neben dem Kleingartenverein 590, Bachstückenring, im angrenzenden Landschaftsschutzgebiet und ist durch einen Knick vom Gelände des Kleingartenvereins getrennt, mit welchem für das Projekt eine Kooperation eingegangen werden soll.

Am 12.05.14 wurde von Seiten des Trägers ein Antrag zur Nutzung der Fläche bzw. für die damit verbundene Durchwegung des Knicks gestellt. Am 14.11.14 hat ein Vor-Ort-Termin mit dem Träger und einem Vertreter des zuständigen WBZ stattgefunden. Hierbei wurde über erforderliche Unterlagen für die Bearbeitung des Antrages gesprochen.

Mittwoch, 03. Juni 2015

Riesenbärenklau wird am Hummelsbütteler Berg zum Problem: Ausnahmegenehmigung für Herbizid-Einsatz

Der Riesenbärenklau (RBK) oder auch Herkulesstaude – ein invasiver Neophyt- hat sich am Hummelsbütteler Berg stark ausgebreitet und ist dort aufgrund der besonderen Standortbedingungen nicht mit mechanischen Methoden zu entfernen. Die rot-grüne Koalition in Wandsbek billigt daher die Absicht des Bezirksamtes, in diesem speziellen Fall, ein nicht auf Gräser wirkendes Unkrautbekämpfungsmittel einzusetzen.

Wie die Verwaltung berichtet, kann mit der bisherigen mechanischen Beseitigung am Hummelsbütteler Berg zwar die Bildung neuer Samenstände und damit die Ausbreitung weitgehend verhindert werden, eine Zerstörung der Vegetationskegel erfolgt auf dem steinigen Untergrund dabei jedoch nicht. Da die Samen des RBK (ca. 20.000 pro Pflanze) eine lange Keimfähigkeit im Boden besitzen, wird hier mit einem Kontrollbedarf von mindestens 15 Jahren gerechnet, wenn nur gemäht wird. Der Einsatz des Herbizides soll die Kontrollbehandlung auf sieben bis zehn Jahre reduzieren. Negative Auswirkungen auf schützenswerte Pflanzen werden nicht erwartet, da in Gesellschaft zum RBK andere Pflanzen so gut wie keine Entwicklungschance haben.

GRÜNE und SPD möchten mit ihrem Antrag im Umweltausschuss u.a. erreichen, dass der Herbizideinsatz zunächst nur für das Jahr 2015 und auch nur am Standort Hummelsbütteler Berg erlaubt wird. Bei einer Besichtigung des RBK-Bestandes vor Ort, bei der Vertreter der Behörden, der Parteien sowie der Naturschutzverbände zugegen waren, wurde von allen Teilnehmern die Meinung vertreten, es sollte in diesem Fall ausnahmsweise erlaubt werden, Herbizide zur Entfernung des RBK anzuwenden.

Dr. Ursula Martin, Sprecherin der GRÜNEN im Umweltausschuss: „Es ist uns nicht leicht gefallen, dem Herbizideinsatz zuzustimmen – aber der Riesenbärenklau bedrängt nicht nur die heimische Vegetation, sondern hat auch starke phototoxische Eigenschaften. Hautkontakt kann in Verbindung mit Sonnenlicht (UV-Strahlung) zu schweren Verbrennungen führen und u.U. können auch starke allergische Erscheinungen wie Asthma, Fieber oder Kreislaufprobleme auftreten.“

Heinz J. Plezia, Umweltsprecher der SPD-Bezirksfraktion: „Das Herbizid wird nicht flächig, sondern in Einzelpflanzenbehandlung verwendet und die Verwaltung wird verpflichtet, den Umweltausschuss fortlaufend über den Fortgang der Maßnahmen zu informieren. Ein etwaiger neuer Herbizideinsatz über das Jahr 2015 hinaus bedarf eines neuen Antrages und einer Inaugenscheinnahme der Fläche vor Ort.“

Hintergrund:

Der Riesenbärenklau gehört zu den Problem-Neophyten, einer Art, die in Europa nicht beheimatet ist und die heimische Vegetation zurückdrängt. Meistens fehlt es an natürlichen Gegenspielern wie Fressfeinden und Krankheiten, so dass Neophyten auf Grund ihrer erfolgreichen Vermehrungs- und Verbreitungsstrategien dominante Bestände ausbilden können. Bei der Herkulesstaude kommt hinzu, dass alle Pflanzenteile im Pflanzensaft Stoffe mit stark phototoxischen Eigenschaften enthalten. Das heißt, Hautkontakt führt in Verbindung mit Sonnenlicht (UV-Strahlung) zu schweren Verbrennungen und zu Hautreaktionen. Der Giftgehalt schwankt im Jahresverlauf und hat sein Maximum im April/Mai.

Die Eliminierung des RBK ist sehr aufwendig. Regelmäßige Mahd führt nicht zum Absterben der Pflanzen. Erstes Ziel muss daher sein, die Samenreife zu verhindern. Abgeschnittene Blütendolden müssen unbedingt sicher entsorgt werden, da auch abgeschnittene Blüten zur Samenreife gelangen. Außerdem müssen die Bestände öfters durchgegangen werden, da die einzelnen Pflanzen zu unterschiedlichen Zeitpunkten blühen und es oft zur Bildung von Nachblüten kommt.

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