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Archiv für die Kategorie „Soziales“

Rot-Grün spricht sich für die Gründung eines Beirates für Menschen mit Behinderungen aus

Mittwoch, 1. Februar 2012

Auf Initiative der rot-grünen Koalition in Wandsbek hat sich die Bezirksversammlung die Einrichtung eines Beirates für Menschen mit Behinderungen in Wandsbek ausgesprochen. Der Beirat soll, analog dem Integrationsbeirat, der Bezirksamtsleitung zugeordnet werden. Der oder die Vorsitzende des Beirates soll zudem ehrenamtlicher Inklusionsbeauftragte/r für den Bezirk Wandsbek werden. Dazu Leni Melzer, integrationspolitische Sprecherin der SPD-Bezirksfraktion: „Wir freuen uns, dass ein Beirat eingerichtet werden soll, der die Interessen aller im Bezirk lebenden Menschen mit Behinderungen und deren Angehörigen vertritt.“

In der Freien und Hansestadt Hamburg leben nach Erhebungen des Statistikamtes Nord rund acht Prozent Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung. Dieser Personenkreis sieht sich trotz aller Verbesserungen immer noch einer Vielzahl von Problemen ausgesetzt: Dies sind u. a. Barrieren im ÖPNV und in privaten und öffentlichen Gebäuden und Diskriminierungen im Alltag z. B. durch die noch nicht umfassend umgesetzte Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Schule und im Beruf. Hierzu Dennis Paustian-Döscher, sozialpolitischer Sprecher der GAL-Fraktion: “Trotz der gestiegenen Akzeptanz sind Menschen mit Behinderungen immer noch offener oder versteckter Diskriminierung ausgesetzt. Der Inklusionsbeauftragte soll hier als Ansprechperson den Betroffenen Hilfestellungen geben.”

Um die Interessen von Menschen mit Behinderungen noch besser bei den Planungen berücksichtigen zu können, ist die Schaffung eines Beirates für Menschen mit Behinderungen unerlässlich. Ein Beirat für Menschen mit Behinderungen soll der Bezirksverwaltung und der Bezirksversammlung Hilfestellungen bei der Planung von Bauvorhaben und in Belangen der sozialen Stadtentwicklung geben. Zudem würde so eine Anlaufstelle für Alltagsprobleme von Menschen mit Behinderungen geschaffen werden.

Leni Melzer weiter: „Der Beirat soll nach unserer Vorstellung aktiv zu einer behindertengerechten Kommunalpolitik beitragen, den Kontakt zu den Behindertenorganisationen pflegen und als Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen dienen.“

ZOB Rahlstedt: SPD will Barrierefreiheit erreichen

Freitag, 19. August 2011

Der ZOB Rahlstedt an der Amtsstraße ist wieder und wieder Kritikpunkt bezüglich des Themenfeldes der Barrierefreiheit. Trotz vorhandener Rampen haben hier mobilitätseingeschränkte Reisende erhebliche Probleme, die Anlage ohne Hilfe zu nutzen. In ihrer Antwort auf eine Anfrage der SPD-Bezirksfraktion erkennen die Behörden nun erstmals an, dass die vorhandene Rampe zwischen Busumsteigeanlage und Bahnsteigzugang nach heutigem Maßstab nicht mehr barrierefrei ist. Diesen Zustand will die Wandsbeker SPD-Fraktion nun ändern.

„Viele Jahre wurde uns erklärt, am ZOB Rahlstedt wäre alles in Ordnung, eine Barrierefreiheit würde durch die Rampe zur Unterführung bestehen. Wer sich dort umgeschaut hat, konnte aber immer feststellen, dass diese Rampe für viele mobilitätseingeschränkte Personen ein echtes Hindernis darstellt“, so Lars Kocherscheid-Dahm, Regionalsprecher Rahlstedt der Wandsbeker SPD-Fraktion.

In der Antwort auf eine Anfrage der SPD-Fraktion heißt es nun, die Rampe würde nach heutigen Maßstäben einer Barrierefreiheit nicht mehr genügen. Die Zuständigkeit für eine Verbesserung der Situation läge beim Bezirksamt Wandsbek. Diese Auskunft nimmt die Wandsbeker SPD-Fraktion zum Anlass, sich hier für eine Verbesserung der Situation einzusetzen. Für die nächste Sitzung der Bezirksversammlung wurde ein Antrag eingereicht, der das Bezirksamt auffordert, zu prüfen, mit welchen Mitteln der Übergang vom ZOB zur Unterführung barrierefrei gestaltet werden kann.

„Wir möchten hier nun eine dauerhafte Lösung, die auch in der Praxis eine tatsächliche Erleichterung darstellt“, Kocherscheid-Dahm weiter: „Wenn die Ergebnisse der Prüfung vorliegen, werden wir in den zuständigen Ausschüssen nach Finanzierungsmöglichkeiten suchen und gemeinsam mit dem Bezirksamt versuchen, möglichst rasch eine Lösung für die Rahlstedter Bürgerinnen und Bürger zu finden.“

Abbau der Barrieren im Bezirk Wandsbek

Dienstag, 10. Mai 2011

Die SPD-Bezirksfraktion sammelt Vorschläge für Maßnahmen in Wandsbek

Auf Initiative der SPD-Bezirksfraktion wurde Ende letzten Jahres in Wandsbek ein Fonds „Barrierefreier Bezirk“ eingerichtet, aus dem eine Vielzahl von kleineren Umbauten, Verbesserungen und Tiefbaumaßnahmen schnell und unbürokratisch finanziert werden können. Dazu Michael Ludwig-Kircher, Fachsprecher für Soziales: „Manchmal fehlt einfach nur eine Sitzgelegenheit, manchmal hilft eine Rampe weiter um Stufen zu überwinden, manchmal führt eine kleine bauliche Veränderung zu Barrierefreiheit.“

Die SPD-Bezirksfraktion sammelt Vorschläge, wie der Abbau von Barrieren in Wandsbek vorangetrieben werden kann. Dazu sind die Wandsbeker Bürgerinnen und Bürger gebeten, Vorschläge einzureichen. Vorschläge können per Email barrierefrei@spdfraktion-wandsbek.de oder per Brief an die SPD-Bezirksfraktion, Schloßstraße 12, 22041 Hamburg eingereicht werden.

Gesucht sind Ideen für kleine Maßnahmen, wie die Absenkung von Bordsteinkanten, die Installation von Sitzgelegenheiten, die Anhebung der Sitzhöhe von Parkbänken, der Anbau von Handläufen oder Ähnliches. Mit solchen oder ähnlichen Maßnahmen kann dir im Frühjahr letzten Jahres in Kraft getretene „UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen“ in Wandsbek umgesetzt werden. Der Abbau von Barrieren und Alltagsschikanen für Menschen mit Behinderungen soll vorangetrieben werden, hierzu liefert die UN-Konvention einen detaillierten Aktionsplan.

Abbau der Barrieren im Bezirk Wandsbek geht voran

Freitag, 10. Dezember 2010

Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen

Gestern wurde ein Fonds eingerichtet, der unkompliziert den Abbau von Barrieren im Bezirks Wandsbek möglich machen wird. Mit dem zur Verfügung gestellten Geld kann eine Vielzahl von kleineren Umbauten, Verbesserungen und Tiefbaumaßnahmen schnell und unbürokratisch finanziert werden. Dazu Regina Jäck, Fachsprecherin Sozialpolitik, „Manchmal fehlt einfach nur eine Sitzgelegenheit, manchmal hilft eine Rampe weiter um Stufen zu überwinden, manchmal führt eine kleine bauliche Veränderung zu Barrierefreiheit.“

Mit dem auf Initiative der SPD-Bezirksfraktion eingerichteten Fonds kann die Umsetzung der schon im Frühjahr letzten Jahres in Kraft getretenen „UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen“ in Wandsbek begonnen werden. In diesem völkerrechtlichen Vertrag sollen die bereits bestehenden Menschenrechte für die Lebenssituation behinderter Menschen konkretisiert werden. Regina Jäck weiter: „Hier erhält die Politik einen konkreten Auftrag, sich für die gleichberechtigte Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben einzusetzen.“

Der Abbau von Barrieren und Alltagsschikanen für Menschen mit Behinderungen soll vorangetrieben werden, hierzu liefert die UN-Konvention einen detaillierten Aktionsplan. Jetzt kann einen Aktionsplan unter breiter gesellschaftlicher Beteiligung erstellt werden, der mit dem Fonds „Barrierefreier Bezirk“ unbürokratisch Mittel zur Verfügung zu stellen kann, um dieses Ziel zu erreichen. „Damit wurde ein wichtiger Schritt in Richtung gesellschaftliche Inklusion von behinderten Mitbürgerinnen und –bürgern gemacht.“, so Regina Jäck weiter.

Keine Kürzungen bei der Seniorenberatung!

Montag, 22. November 2010

Einstimmiger Beschluss des Ausschusses für soziale Stadtentwicklung

Um weiterhin eine effektive und bürgernahe Arbeit der Seniorenberatung und Betreuung in Wandsbek zu gewährleisten hat der Ausschuss für soziale Stadtentwicklung der Wandsbeker Bezirksversammlung in seiner letzen Sitzung einstimmig beschlossen, sich dafür einzusetzen, dass die bisher geplante Kürzung im Bereich der Seniorenberatung nicht umgesetzt wird und somit auch die Stellenanzahl der Sozialpädagogen in vollem Umfang erhalten bleiben kann. Dazu Regina Jäck, Sprecherin Sozialpolitik der SPD-Bezirksfraktion: „Mit diesem fraktionsübergreifenden Auftrag an die zuständige Fachbehörde möchten wir darauf hinwirken, dass die Betreuung der Senioren in Wandsbek in gewohntem Umfang weiter geführt werden kann.“

Die Ergebnisse der Sparklausur des Senats haben dazu geführt, dass im Haushalt 2011/2012 massive Einschnitte bei der personellen Ausstattung der Seniorenberatung (konkret der Sozialpädagogen) in allen Hamburger Bezirken erfolgen sollen. Derzeit sind in der Seniorenberatung-/betreuung ca. 28,5 Stellen im Personalschlüssel vorhanden. Sollten die Sparvorgaben eins zu eins umgesetzt müssten 600.000 Euro eingespart werden, dies würde den Wegfall von 12 Stellen bedeuten. Dadurch müsste die bisherige Seniorenberatung-/betreuung neu strukturiert werden und könnte nicht mehr im bisherigen Umfang fortgeführt werden. Deswegen stellt Uwe Lohmann, der Vorsitzende des Ausschusses für soziale Stadtentwicklung, fest: „Es darf nicht dazu passieren, dass wir es in der Seniorenarbeit auch mit einem Fall Jessica zu tun bekommen.“

Die Realisierung der Konsolidierungsmaßnahme des Senats würde besonders diejenigen älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger betreffen, die in Haushalts- und Lebensführung auf sich allein gestellt und auf Unterstützung angewiesen sind. Regina Jäck weiter: „Insbesondere vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der aktuellen Bevölkerungsentwicklung auch im Bezirk Wandsbek bedeuten die geplanten Stellenreduzierungen eine massive Verschlechterung und Standardabsenkung in der Beratung und Betreuung von Seniorinnen und Senioren, die nicht hingenommen werden kann.“

Abbau der Barrieren im Bezirk Wandsbek

Montag, 8. November 2010

Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen

Der Abbau von Barrieren im Bezirks Wandsbek am 4. November Gegenstand der Beratungen der Bezirksversammlung Wandsbek, auf Initiative der SPD-Bezirksfraktion wurden zwei Anträge debattiert. Dazu Regina Jäck, Fachsprecherin Sozialpolitik, „Menschen mit Behinderung brauchen eine konkrete Politik, die ihre Rechte als Maßstab des Handelns nimmt.“

Zum einen mahnt die SPD-Bezirksfraktion die Umsetzung der schon im Frühjahr letzten Jahres in Kraft getretenen „UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen“ in Wandsbek an. In diesem völkerrechtlichen Vertrag sollen die bereits bestehenden Menschenrechte für die Lebenssituation behinderter Menschen konkretisiert werden. Regina Jäck weiter: „Hier erhält die Politik einen konkreten Auftrag, sich für die gleichberechtigte Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben einzusetzen.“

Der Abbau von Barrieren und Alltagsschikanen für Menschen mit Behinderungen soll vorangetrieben werden, hierzu liefert die UN-Konvention einen detaillierten Aktionsplan. Da es neben den zahlreichen großen Maßnahmen vielfach auch kleine Maßnahmen gibt, hat die SPD-Bezirksfraktion in einem weiteren Antrag gefordert, dass ein Fonds gebildet wird, aus dem eine Vielzahl von kleineren Umbauten, Verbesserungen und Tiefbaumaßnahmen schnell und unbürokratisch finanziert werden könnten. Uwe Lohmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Manchmal fehlt einfach nur eine Sitzgelegenheit, manchmal hilft eine Rampe weiter um Stufen zu überwinden, manchmal führt eine kleine bauliche Veränderung zu Barrierefreiheit.“

Für Wandsbek wurde die Chance vertan, jetzt sofort einen Aktionsplan unter breiter gesellschaftlicher Beteiligung zu erstellen, der die Umsetzung der UN-Konvention vorantreibt oder mit dem Fonds „Barrierefreier Bezirk“ unbürokratisch Mittel zur Verfügung zu stellen, beide Anträge wurden in die zuständigen Ausschüsse überwiesen, so dass jetzt frühestens im neuen Jahr mit konkreten Schritten zu rechnen ist. „Schade, hier wurde es versäumt, einen wichtigen Schritt in Richtung gesellschaftliche Inklusion von behinderten Mitbürgerinnen und –bürgern zu machen. Wir werden weiter auf die Umsetzung der UN-Konvention auch in Wandsbek hinarbeiten“, so Regina Jäck weiter.

Europäisches Jahr gegen Armut und Ausgrenzung

Montag, 12. Oktober 2009

Keine Ausgrenzung von Schwachen in unserer Gesellschaft

2010 ist das europäische Jahr gegen Armut und Ausgrenzung, die SPD-Bezirksfraktion hat sich in der letzten Sitzung der Bezirksversammlung dafür eingesetzt, dass die im Rahmen des EU-Jahres bereit gestellten Zuwendungen durch die Bezirksamtsleitung bekannt gemacht werden, so dass Vorurteilen und möglichen Diskriminierungen in vielen Bereichen des Alltags begegnet werden kann. Dazu Regina Jäck, die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Bezirksfraktion in Wandsbek: Einmal arm und ausgegrenzt heißt immer arm und ausgegrenzt – das darf nicht sein!!“

Mit dem Europäischen Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung soll das öffentliche Bewusstsein für die Risiken sozialer Ausgrenzung gestärkt und die Wahrnehmung für ihre vielfältigen Ursachen und Auswirkungen geschärft werden. Dabei soll Vorurteilen und möglichen Diskriminierungen in vielen Bereichen unseres Alltags gegenüber von Armutsrisiken und Ausgrenzung Betroffener begegnet und gleichzeitig Ansätze zu deren Überwindung aufgezeigt werden“, so heißt es in der Zielrichtung der Förderrichtlinie Europäisches Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung – EJ 2010.

Die Bundesregierung, vertreten durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, gewährt im Rahmen dieser Richtlinie Zuwendungen zur Förderung von Projekten für das Europäische Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung. In drei Themenfeldern können Zuwendungen beantragt werden:

• „Jedes Kind ist wichtig – Entwicklungschancen verbessern“
• „Wo ist der Einstieg – Mit Arbeit Hilfebedürftigkeit überwinden“
• „Integration statt Ausgrenzung – Selbstbestimmte Teilhabe für alle Menschen“

Regina Jäck weiter: „Diese Fördermöglichkeiten bieten Chancen zur Überwindung von Unkenntnis, Vorurteilen, Berührungsängsten, Ignoranz bis hin zur Diskriminierung und stärken das Engagement vieler Menschen, die in diesem Bereich tätig sind.“

Fachklinik Wandsbek: Wessen Meinung zählt?

Mittwoch, 5. August 2009

Ablehnungsbescheid durch das Bezirksamt liegt vor

Letzte Woche hat das Wandsbeker Bezirksamt dem Verein Jugendhilfe e.V. den Ablehnungsbescheid für die geplante Fachklinik in der Schädlerstraße zugestellt. Trotz einer öffentlichen Diskussion zu diesem Thema, in der zunehmend Stimmen zu Wort kommen, die sich positiv zu dieser Einrichtung für Suchtkranke geäußert haben, hat sich das Bezirksamt der Meinung der Kritiker angeschlossen. Dazu Regina Jäck, die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Bezirksfraktion: „In einer sachlichen Diskussion wurde deutlich, dass viele Wandsbeker der Fachklinik aufgeschlossen gegenüberstehen und die abstinenten Suchtkranken nicht aus der Gesellschaft ausgrenzen wollen.“

Diese Haltung wurde auch auf einer Veranstaltung deutlich, die die Kritiker der geplanten Fachklinik am 23. Juli durchgeführt hat, auf dieser Veranstaltung konnten viele Fragen beantwortet und Zweifel ausgeräumt werden. Das Podium war mit Vertreterinnen und Vertretern der Bezirkspolitik von SPD, GAL und der Linken sowie des Vereins Jugendhilfe e.V. besetzt und stand den Anwesenden für die Diskussion zur Verfügung. Es fehlten Vertreter der Regierungsfraktionen der CDU und der FDP, die sich nicht dieser Diskussion stellen wollten. Im Verlaufe der Veranstaltung versachlichte sich die Diskussion zusehends und die Kritiker kamen dazu ihre Position zur Einrichtung für abstinente Drogensüchtige zu überdenken.

Umso erstaunlicher, dass jetzt der Antrag des Vereins Jugendhilfe e.V. durch das Bezirksamt Wandsbek negativ beschieden wurde, hier werden weiterhin die Vorurteile von einigen wenigen bedient und nicht die Chance genutzt, Wandsbek als sozialen Stadtteil zu profilieren, der sich für alle Mitglieder der Gesellschaft einsetzt und gerade auch für die Schwachen einen Platz bietet, damit sie ihren Weg zurück in ein Leben in der Gesellschaft finden können. Regina Jäck weiter „Hier wird eine Chance vertan, das soziale Wandsbek greifbar zu machen und Solidarität in unserer Gesellschaft zu leben in maßgeblicher Verantwortung der Regierungsfraktionen von CDU und FDP.“

Suchtkranke nicht aus der Gesellschaft ausgrenzen

Freitag, 3. Juli 2009

SPD-Bezirksfraktion stimmt für Fachklinik und Clean-WG in Wandsbek

Auf der Sitzung der Bezirksversammlung am 2. Juli hat sich die SPD-Bezirksfraktion dafür ausgesprochen, die Fachklinik für abstinente Suchtkranke am Standort Schädlerstrasse einzurichten. Dazu Regina Jäck, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion: „Die Menschen brauchen eine Politik, der Klarheit in der Sache. Trotzdem müssen wir die Proteste ernst nehmen und Vorurteile abbauen. Dazu brauchen wir den Runden Tisch, der sachlich mit dem Thema umgeht. Begründete Bedenken müssen durch Argumente ausgeräumt und Vorurteile abgebaut werden.“

Es darf nicht sein, dass Schwache oder Kranke aufgrund von Vorurteilen oder fehlender Information aus unserer Gesellschaft ausgegrenzt werden. Die anwesenden Anwohner, Elternvertreter und auch Vertreter der Schulen haben in der öffentlichen Fragestunde der Bezirksversammlung deutlich differenzierte Meinungen geäußert. Es wurde mehrfach an den Gemeinsinn und die Solidarität der Gesellschaft und der direkten Nachbarn, der umliegenden Schulen und Kindertagesstätten appelliert.

Deutlich wurde auch, dass der Versuch von Verwaltung und den Wandsbeker Mehrheitsfraktionen CDU und FDP, die Ansiedlung der Fachklinik ohne öffentliche Diskussion durchzuführen gründlich misslungen ist. Durch fehlende öffentliche Informationen und Aufklärung wie es die SPD-Fraktion zum Beispiel im Ausschuss für soziale Stadtentwicklung gefordert hatte darüber, was genau am Standort Schädlerstrasse geplant ist, konnte sich die Stimmung erst aufheizen. Entstehen soll eine Klinik für abstinente Suchtkranke, von der nach Erfahrungen aus anderen Orten keine Gefährdung für die unmittelbare Nachbarschaft ausgeht. Dazu meint Thomas Ritzenhoff, der Vorsitzende der Bezirksfraktion: „Die verhinderte Aufklärung durch die Behörde für Soziales und Gesundheit, das Bezirksamt sowie die Wandsbeker Mehrheitsfraktionen hat erst zu diesen massiven Protesten geführt. Wir müssen dringend zu einer sachlichen Diskussion zurückkehren und für die Solidarität innerhalb unserer Gesellschaft werben.“

Unverständlich ist vor diesem Hintergrund auch die nachträgliche Positionierung der Fraktionen von CDU und FDP in der Bezirksversammlung, die sich frei nach St. Florian lieber auf die Suche nach anderen Standorten machen und so Vorurteile und Klischees bedienen, anstatt den Auftrag der Politik ernst zu nehmen, sich für ein solidarisches Miteinander und für die Schwachen in unserer Gesellschaft einzusetzen. Thomas Ritzenhoff weiter: „Hier wurde die Chance vertan, ein eindeutiges Signal für ein soziales Wandsbek zu setzen, indem man sich für die Fachklinik am geplanten Ort ausspricht!“

Drogenklinik Wandsbek: Sozialsenator und Bezirksamtsleiterin beziehen Bürger nicht mit ein

Mittwoch, 24. Juni 2009

Die Umsetzung des Projekts „Geheimsache Drogenklinik“ ist der Sozial- und Gesundheitsbehörde und der Bezirksamtsleitung Wandsbek gründlich misslungen. Die Ansiedlung einer Fachklinik zur medizinischen Rehabilitation von Suchtkranken genau zwischen drei Schulen und neben einer katholischen Kita sollte aus Angst vor Widerstand aus der Bevölkerung geheim gehalten werden. Bevor die Anwohner Einspruch erheben konnten, sollten baurechtliche Fakten geschaffen werden. Die Bezirkspolitik wurde zur Verschwiegenheit verpflichtet. Sogar eine Bürgerschaftsanfrage wurde falsch beantwortet!

Der Abgeordnete Jan Balcke (SPD) hatte den Senat gefragt, ob es Interesse an einer Nachnutzung der leer stehenden Gebäude, in die jetzt die Klinik kommen soll, gibt. Die Antwort kam am 24. März: kein Wort von einer geplanten Einrichtung für suchtkranke Menschen. Dabei lagen genau dafür bereits konkrete Planungen vor. Über sie wurde das Bezirksamt laut Beantwortung einer Anfrage des Bezirksabgeordneten Rainer Schünemann (SPD) einen Tag vorher, also am 23. März, von der Fachbehörde schriftlich informiert.

Irgendwie haben die Schulen und Eltern es dann doch endlich erfahren, es kam in die Presse und jetzt passiert das, was mit unlauteren Mitteln verhindert werden sollte, nur umso heftiger und verständlicher: es formiert sich massiver Protest. Wer glaubt schon den Behörden, nachdem er von ihnen systematisch hintergangen wurde?

Für die Menschen, um die es bei dem Projekt eigentlich geht, ist das schlicht tragisch. 62 abstinente Suchtkranke gleichzeitig sollen in ein eigenständiges, drogenfreies Leben zurückgeführt werden. Sie sollen sozial und beruflich integriert werden. Aufnahmevoraussetzung ist dabei die erfolgreich abgeschlossene körperliche Entgiftung. Es gilt ein absolutes Drogenverbot, wozu auch Alkohol gehört. Urin- und Atemkontrollen werden unangekündigt mindestens wöchentlich durchgeführt. Sollte ein Rückfall festgestellt werden, kommt der Patient zur Entgiftung ins Krankenhaus. Bei Wiederholungen wird die Therapie in der Einrichtung abgebrochen.

Vor diesem Hintergrund gibt es keinen objektiven Anlass, die Entstehung einer Drogenszene oder auch nur die ansatzweise Gefährdung von Anwohnern oder Schülern befürchten zu müssen. Der Vorsitzende der Bezirksfraktion, Thomas Ritzenhoff, fordert die Rückkehr zu einer sachlichen Diskussion des Themas: „Die eigentlich Betroffenen müssen wieder in den Vordergrund der Diskussion rücken.“

Die SPD als Stadtteilpartei sieht sich gleichzeitig in der Pflicht und in der Verantwortung, die Vorbehalte und Ängste der Menschen in Wandsbek ernst zu nehmen. Diese Klinik ist sehr wichtig, aber sie ist nur denkbar im Einvernehmen mit den benachbarten Schulen. Thomas Ritzenhoff weiter: „Sozialsenator Wersich und Bezirksamtsleiterin Schroeder-Piller haben im Umgang mit diesem sensiblen Thema gründlich versagt. Den Anwohnern und Eltern, den Schulen und der Kirchengemeinde hätte von Anfang an Offenheit entgegengebracht werden und das Konzept sachlich und ausführlich vermittelt werden müssen. Das gilt es umgehend nachzuholen. Senator und Bezirksamtsleiterin sind gefordert, auf die Wandsbeker zuzugehen und ihnen zu erklären, was sie vorhaben.“