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Donnerstag, 12. Dezember 2019

Bessere Gesundheitsversorgung für Jenfeld

Rot-Grün setzt sich für Gesundheitszentrum ein

Hamburg geht neue Wege, um Menschen mit sozialen und gesundheitlichen Problemen besser zu unterstützen. In jedem Bezirk soll ein lokales Gesundheitszentren entstehen, in dem die medizinische und soziale Versorgung Hand in Hand gehen.

Kirsten Martens, Fachsprecherin Gesundheit der Wandsbeker SPD-Fraktion: „Wir setzen uns dafür ein, dass in Jenfeld ein interdisziplinäres Gesundheitszentrum eingerichtet wird. Jede Hamburgerin und jeder Hamburger muss unabhängig von Einkommen und Wohnort die gleichen Chancen auf gesundheitliche Versorgung haben, dafür schaffen wir die Voraussetzungen. In Jenfeld gibt es eine hohe Einwohnerdichte, eine eher geringe Versorgung mit Ärzten und eine weniger gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, so dass die Jenfelderinnen und Jenfelder nicht so leicht in anderen Stadtteilen die Gesundheitsangebote nutzen können. Deswegen wäre Jenfeld sehr gut als Standort für ein Gesundheitszentrum geeignet.“

Linus Jünemann, Mitglied der GRÜNEN Fraktion Wandsbek: „Die eigene Gesundheit und das soziale Wohlergehen hängen eng zusammen. Andere Länder z.B. in Skandinavien haben mit sogenannten Community Health Centers gute Erfahrungen gemacht. Sie garantieren eine patientenzentrierte, koordinierte Versorgung aus medizinischer, pflegerischer, psychosozialer und psychologischer Sicht. Im Bezirk Wandsbek hat der Stadtteil Jenfeld am dringendsten Bedarf für ein solches Zentrum.“

Kern eines lokalen Gesundheitszentrums sind eine Arztpraxis (Haus- und/oder Kinderarzt) und eine Sozialberatung. Zusätzlich soll eine verbindliche Kooperation mit Pflegediensten sowie gesundheitlichen und sozialen Angeboten, wie z.B. einer Suchtberatung, einer psychosozialen Beratung oder Migrantenhilfe, eingegangen werden.

Die Gesundheitsbehörde fördert jedes Zentrum jährlich mit 100.000 Euro, die Sozialbehörde steuert jeweils eine halbe Stelle für die Sozialberatung bei. Das Programm ist zunächst für eine Dauer von drei Jahren aufgelegt. Interessierte gemeinnützige Träger können sich bei der Gesundheitsbehörde bewerben.

Freitag, 06. Dezember 2019

Neuer Aufbruch auf dem rot-grünen Weg für Wandsbek:

Koalitionsvertrag für die nächsten fünf Jahre unterschrieben

 

Nach freundschaftlichen, konstruktiven und intensiven Koalitionsverhandlungen haben sich SPD und GRÜNE auf die Fortsetzung der Koalition in der Wandsbeker Bezirksversammlung geeinigt und haben heute den rund 40-seitigen „Koalitionsvertrag von SPD und Grünen für Wandsbek 2019 bis 2024“ unterschrieben.

 

Damit sind in Wandsbek, dem größten Hamburger Bezirk die Koalitionsverhandlungen erfolgreich zum Abschluss gebracht worden. Dazu Dr. Andreas Dressel, der Vorsitzende der Wandsbeker SPD: „Mit einem neuen Aufbruch, neuen Ideen und neuen Akzenten wollen wir unsere erfolgreiche und vertrauensvolle Regierungsarbeit für Wandsbek auf Augenhöhe fortsetzen. Wir haben gemeinsam viel erreicht, haben die Herausforderungen der vergangenen Jahre im engen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut bewältigt und freuen uns, dass wir unseren rot-grünen Weg nun fortsetzen können. Unser gemeinsamer rot-grüner Weg enthält damit auch viele wertvolle Impulse für andere Bezirke und die Landesebene.“

 

Maryam Blumenthal, die Co-Vorsitzende der Wandsbeker GRÜNEN, ergänzt: „Unsere Zusammenarbeit war in den letzten Jahren konstruktiv und es hat sich zunehmend ein vertrauensvoller Umgang entwickelt, der es ermöglicht hat, dass beide Parteien sich im Koalitionsvertrag ordentlich wiedererkennen. Wir wollen mit viel Mut und Verstand die Herausforderungen des Bezirks annehmen und unsere gemeinsamen Ideen umsetzen. Wandsbek ist nicht nur der Bezirk mit den meisten Einwohnern, sondern auch der mit den meisten schützenswerten Grünflächen. Auf diese Besonderheit unseres Bezirks ist unser rot-grüner Vertrag ausgerichtet.“

 

Die rot-grüne Koalition hat sich für diese Legislaturperiode die folgenden Schwerpunkte gesetzt: Um den Mietenanstieg gering zu halten, soll der Wohnungsbau weiter gefördert werden. Diesem Vorhaben gibt der Vergleich mit anderen Bundesländern Recht, deutschlandweit sind die Mieten durchschnittlich um 4,3% gestiegen, in Hamburg lediglich um 1,3%. Ein besonderes Anliegen von rot-grün ist es, den Anteil an sozial geförderten oder preisgedämpften Wohnungen am Neubau von Wohnungen im Bezirk zu erhöhen, bis 2024 sollen mindestens 3000 Wohnungen dieses Segments in Wandsbek errichtet werden. Große Stadtentwicklungsprojekte sollen dazu einen Beitrag leisten – z.B. entlang der Magistralen oder rund um die Haltestellen der neu zu bauenden S4.

 

Daneben ist ein Schwerpunkt der Grünerhalt im Bezirk und der erhöhte bezirkliche Beitrag zum Klimaschutz. So will die Koalition beispielsweise die Versiegelung von Flächen reduzieren, die Nachpflanzquote von Bäumen deutlich steigern, und weiterhin hohe ökologische Standards beim Neubau fordern. Bebauungspläne sollen flächenschonend, möglichst im KfW40-Standard oder besser und grundsätzlich unter Einbeziehung einer Grünplanung entwickelt werden. Die Ergebnisse des in der letzten Legislatur auf den Weg gebrachten Integrierten Klimaschutzkonzeptes sollen durch die Schaffung eines Klimaschutzmanagements zielführend umgesetzt werden.

 

Zusätzlich steht rot-grün für eine Verkehrspolitik, die den vorhandenen begrenzten Raum neu denkt und eine gerechtere Verteilung im Sinne aller Verkehrsteilnehmer und mit dem Ziel einer leistungsfähigen, klimagerechten Mobilität anstrebt. Immer mehr Menschen steigen auf das Rad um, auch für längere Strecken, deswegen räumt Rot-Grün dem Fahrrad den verdienten Stellenwert ein. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Verbesserung der Radinfrastruktur auf Schulwegen sowie die kurzen Wege zu den Quartierszentren und den Schnellbahnhaltestellen. Des Weiteren sollen mindestens eine Fahrradstraße und eine Protected Bikelane für mehr Sicherheit auf Radstrecken sorgen. Für eine langfristig gedachte Fußverkehrspolitik sollen zudem Fußgängerkonzepte für die Quartiere erstellt werden.

 

Wandsbeks Bevölkerung wächst weiterhin. Deshalb sieht Rot-Grün es als wichtige Aufgabe, die soziale und verkehrliche Infrastruktur diesem Wachstum anzupassen. Der bis 2030 prognostizierte Anstieg der Schulkinder um 40% hat zur Folge, dass neben den Schulen auch Sportvereine sowie die Angebote der Familien- und Jugendhilfe weiterwachsen und auf die Höhe der Zeit gebracht werden müssen. Konkret sorgen die Koalitionspartner z.B. bei der Neuentwicklung der Fläche des ehemaligen Berufsförderungswerkes in Farmsen dafür, dass wichtige Projekte wie Schwimmbad, Kita, Gemeinschaftsraum und das Kinder- und Familienhilfezentrum bedarfsgerecht umgesetzt werden. Für das denkmalgeschützte Schulgebäude in der Lienaustraße werden wir eine denkmal- sport – und klimagerechte Nachnutzung auf den Weg bringen. Das Quartier Lienaustraße soll zu einem gern genutzten Mittelpunkt im Stadtteil werden, das mit breiter Bürgerbeteiligung geplant und umgesetzt werden soll.

 

Die Koalitionäre wollen das Wachstum in Wandsbek gestalten und nicht einfach geschehen lassen. Deswegen haben sie schon in der letzten Legislaturperiode einen Prozess angestoßen, der unter breiter Beteiligung der Wandsbekerinnen und Wandsbeker die Erstellung eines Rahmenplans für den gesamten Bezirk zum Ziel hat. So soll ein möglichst breiter Konsens über die zukünftige Entwicklung von Wandsbek erreicht werden.

 

Bürgerbeteiligung wird in Wandsbek besonders groß geschrieben; hier haben Wandsbeks SPD und GRÜNE hamburgweit Maßstäbe gesetzt. Sie sind davon überzeugt, dass gesellschaftliche Veränderungen und Prozesse nur dann Bestand haben können, wenn sie im Dialog mit den Betroffenen entstanden sind und machen sich deswegen weiter stark für eine möglichst breite und facettenreiche Beteiligung der Wandsbekerinnen und Wandsbeker.

Donnerstag, 28. November 2019

Die IGL in Hummelsbüttel wird erweitert

125.000 Euro Projektkosten werden bereitgestellt

Der Ausschuss für Haushalt, Sport und Kultur der Wandsbeker Bezirksversammlung hat am 26. November die Bereitstellung von Projektentwicklungs- und Projektbegleitungskosten in Höhe von 125.000 € für die Erweiterung der Interessengemeinschaft um den Lentersweg e.V. (IGL) beschlossen. Das Stadtteilkulturzentrum IGL befindet sich nahe der Großsiedlung Lentersweg in Hummelsbüttel und leistet seit vielen Jahren wertvolle soziale Arbeit für die Menschen vor Ort.

In der unmittelbaren Umgebung führen mehrere größere Wohnungsbauaktivitäten zu absehbar höheren Bedarfen an sozialer Infrastruktur. Deshalb hatte sich die rot-grüne Bezirkskoalition bereits im Mai mit einem Antrag für eine Erweiterung der IGL stark gemacht. Nun werden die Pläne konkreter und die für die Realisierung erforderlichen Projektgelder werden vom Bezirk zur Verfügung gestellt.

Dazu Xavier Wasner, der örtliche SPD-Wahlkreisabgeordnete für Poppenbüttel und Hummelsbüttel: „Wir lassen nun den Worten Taten folgen. Für uns steht fest, dass mit der wachsenden Stadt auch die sozialen Einrichtungen mitwachsen müssen. Es ist ein großes Glück für uns, dass wir eine derartig gut funktionierende soziale Einrichtung vor Ort haben, die wir nun bei der Planung der Erweiterung unterstützen können, indem wir die dafür nötigen Mittel aus dem Quartiersfonds bereitstellen.“

Dennis Paustian-Döscher, haushaltspolitischer Sprecher der GRÜNEN Fraktion Wandsbek: „Die IGL Lentersweg leistet seit vielen Jahren eine unersetzliche Arbeit vor allem im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sowohl auf ihrem großen Freizeitgelände als auch in dem 2003 entstandenen Gebäude. Die Räumlichkeiten reichen jedoch seit langem nicht mehr aus, so dass ein Anbau dringend notwendig ist. Wir sind daher gern bereit, mit 125.000 Euro aus dem Quartiersfonds den Verein bei der Vorbereitung und Planung für die Erweiterung zu unterstützen.“
Hintergrund:

Der Bevölkerungsstand in Hummelsbüttel ist nach aktueller Datenlage seit 2016 gestiegen: Bevölkerungsstand 2016: 17.655 Personen, Bevölkerungsstand 2018: 18.464 Personen. Ein weiterer Anstieg ist prognostizierbar. Die Tendenz der Steigerung des Bevölkerungstandes wirkt sich auch auf die Anzahl der 0- bis 17-jährigen Personen im Stadtteil aus. Im Vergleich zu 2016 leben rund 300 Kinder und Jugendliche mehr in Hummelsbüttel. Nach dem Wandsbeker Algorithmus, welcher Nachfrage und Angebot gegenüberstellt, liegt Hummelsbüttel als Sozialraum bei einem Bedarfsdruck von über 50 %.

Montag, 18. November 2019

Nahversorgungszentrum Großlohe soll attraktiver werden

Bürger werden frühzeitig in die Planung mit einbezogen

 

Das Nahversorgungszentrum am Großlohering/Stapelfelder Straße entspricht nicht mehr den Kundenanforderungen und bietet durch den Neubau ein erhebliches Potential, sowohl für die Aufwertung des Quartiers als auch für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

 

Wie bei anderen vergleichbaren Vorhaben werden die Fraktionen von SPD und GRÜNEN dafür sorgen, dass neben einem attraktiven Nahversorgungszentrum auch bezahlbarer und energieeffizienter Wohnraum entsteht. Das neue Zentrum Großlohe soll darüber hinaus insbesondere in der Freiraumplanung entsprechend der Bedürfnisse der Menschen im Stadtteil neugestaltet werden.

 

Xavier Wasner, Fachsprecher Stadtplanung der SPD-Fraktion Wandsbek: „Wir wollen im Quartier Großlohe ein neues und attraktives Zentrum für alle Anwohnerinnen und Anwohner schaffen. Dabei ist es uns besonders wichtig, dass hier frühzeitig und über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus die Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig beteiligt werden, damit ihre Wünsche und Vorstellungen möglichst umfangreich in die Planungen für das neue Zentrum einfließen können. Wir freuen uns auf den Stadtplanungsprozess mit den Menschen vor Ort für ihr neues Ortszentrum Großlohe.“

 

Jan-Hendrik Blumenthal, Fachsprecher für Stadtplanung der GRÜNEN Fraktion Wandsbek: „Wir begrüßen es sehr, dass das Nahversorgungszentrum in Großlohe komplett neugestaltet wird. Dabei wollen wir nicht nur die Erwachsenen in die Planungen mit einbeziehen, sondern auch eine geeignete Beteiligung der Kinder- und Jugend sicherstellen. Im Quartier Großlohe gibt es zu wenig Angebote für Heranwachsende. Die neu gestalteten Freiflächen sollen daher auch ihren Bedürfnissen gerecht werden.“

 

SPD und Grüne haben zum Planungsausschuss am 5. November einen entsprechenden Antrag gestellt, der Beschluss wurde von der Bezirksversammlung bekräftigt.

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