Unsere Themen

Allgemeines

Hier finden Sie alle Infos zum Thema „Allgemeines”. Wir wünschen viel Spaß und Erfolg beim Stöbern und Informieren.

Sollten Sie Fragen haben, schicken Sie uns einfach eine Email.
buero@spdfraktion-wandsbek.de

Donnerstag, 20. Juni 2019

Fraktionsspitze der Wandsbeker SPD-Fraktion einstimmig gewählt

Die Wandsbeker SPD-Fraktion hat heute ihre Fraktionsspitze für die Arbeit in der Bezirksversammlung Wandsbek in der 21. Legislaturperiode einstimmig gewählt.

 

Anja Quast führt die Fraktion als Vorsitzende, zu ihren Stellvertretern wurden Cem Berk und Rainer Schünemann gewählt.

 

Am kommenden Samstag werden im Rahmen einer Fraktionsklausur noch die Beisitzerinnen und Beisitzer im Vorstand gewählt.

Auf dem Foto von links nach rechts: Cem Berk, Anja Quast, Rainer Schünemann

Freitag, 22. Februar 2019

Donnerstag, 18. Mai 2017

Bürgerinnen und Bürger bleiben anonym – Rot-Grün versachlicht die Debatte

Die Wandsbeker rot-grüne Koalition hat sich nach der Diskussion über Konflikte innerhalb der Genossenschaft Gartenstadt Berne auf der letzten Sitzung der Bezirksversammlung für eine Versachlichung der Debatte ausgesprochen.

Anja Quast, Vorsitzende der Wandsbeker SPD-Fraktion: „Wir wenden uns gegen Versuche, Konflikte einer Wohnungsgenossenschaft politisch zu instrumentalisieren und verwahren uns gegen persönliche Angriffe auf Abgeordnete der Koalition. Interne Fragen einer Genossenschaft müssen auch intern zwischen deren Mitgliedern, dem Aufsichtsrat und dem Vorstand geklärt werden.“

Oliver Schweim, Fachsprecher Stadtplanung der Wandsbeker Grünen-Fraktion ergänzt: „Wir wollen in dieser Sache zur Deeskalation und Versachlichung beitragen und begrüßen es, wenn es Gespräche auf Augenhöhe und unter Vermeidung weiterer Verletzungen zwischen Genossenschaft und Bewohner-Initiative gibt. Diesen Prozess werden wir gern begleiten, wenn es gewünscht wird.“

Im Zusammenhang mit der Debatte über die Konflikte innerhalb der Genossenschaft wurde auch über die Niederschrift der Regionalausschusssitzung Bramfeld, Farmsen-Berne und Steilshoop vom 7. Juli 2016 diskutiert. Hierzu hat Rot-Grün eine Regelung vorgeschlagen, wie mit der Nennung von Namen von Bürgerinnen und Bürgern in Niederschriften umgegangen werden soll.

Anja Quast: „Wir haben mit dem heutigen Beschluss erreicht, dass die Frage der Nennung von Namen in Protokollen zukünftig transparent und verlässlich für jedermann in der Geschäftsordnung geregelt ist. Aus dem Protokoll der Regionalausschusssitzung vom 7. Juli 2016 wurde der Name des Bürgers rückwirkend gestrichen.“

Oliver Schweim: „Damit wird die bislang geübte Praxis, die Namen von Bürgerinnen und Bürgern nicht zu nennen, durch eine offizielle Regelung festgeschrieben, das schafft Verlässlichkeit für alle Beteiligten.“

Die Bezirksversammlung hat heute auf Antrag von SPD und Grünen beschlossen, dass in ihrer Geschäftsordnung festgeschrieben wird, dass in Niederschriften von Gremiensitzungen die Namen und Handlungen von Bürgerinnen und Bürgern nicht genannt werden.

Dienstag, 12. November 2013

Wandsbek – der instabile Riese

Wandsbek ist mit über 400.000 Einwohnern der weitaus größte Hamburger Bezirk. Als eigenständiges Gemeinwesen wäre Wandsbek nach Duisburg auf Rang 16 der einwohnerstärksten Städte in Deutschland. Wandsbek ist so groß wie Bochum und hat dicht bebaute, urbane Stadtteile genauso wie ländliche Strukturen. Wandsbek hat Villen und Wandsbek hat Großsiedlungen. Und in diesem Bezirk gibt es erhebliche Differenzen in den Einkommensstrukturen, der Lebensverhältnisse und der Chancenverteilung für gesellschaftliche Teilhabe. Eine Hamburger Tageszeitung berichtete daher unlängst über den “gespaltenen Bezirk“ und stellte die sozialen Unterschiede anhand des Anteils an Hartz-IV-Empfängern in den 18 Stadtteilen dar: in der südlichen Hälfte leben 93 % der Leistungsempfänger.

 

Hamburg gilt im deutschen Vergleich als stark polarisierte Stadt, und Wandsbek ist mit seiner großen Bandbreite an Stadtteiltypen der wohl am stärksten polarisierte Bezirk Hamburgs. Das Hamburger Sozialmonitoring zeigt dazu eine zeitliche Entwicklungstendenz: Die Lage in den ohnehin prosperierenden Gebieten im Norden verbessert sich weiter, während die Gebiete mit den größeren sozialen Problemen hingegen zunehmende negative Tendenzen aufweisen.

 

Die SPD-Fraktion hat aus diesem Grund gemeinsam mit einem Team von Stadtforschern und -planern von Nexthamburg Wandsbeks spezifische Herausforderungen analysiert und Strategien erarbeitet, mit denen Wandsbek sich für die Zukunft rüsten kann (Wandsbek stabilisieren, Wandsbek Gesicht geben, Wandsbek zusammenhalten). Dabei ging es neben Offensichtlichkeiten auch um versteckte Tendenzen der Polarisierung in „unauffälligen“ Stadtteilen und neben sozioökonomischen Gegensätzen um deutliche Unterschiede in den Altersstrukturen der Stadtteile. Im vergangenen Jahr wurde dazu der „WandsbekImpuls“ als Auftakt eines breiten Bürgerdialogs vorgestellt (www.wandsbekimpuls.de).

Ortstypen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit wenigen Ausnahmen gehören die Stadtteile des Bezirks bisher nicht zu den Sorgenkindern Hamburgs. Die starke Polarisierung zwischen Arm und Reich insgesamt und die drohende soziale Erosion des mittelständischen bis kleinbürgerlichen Einfamilienhausgürtels zwingen aber zum Handeln. Speziell der einstmalige „Mittelstandsgürtel“ in der Mitte des Bezirks muss neben den bekannten Gebieten sozialer Stadterneuerung in das Zentrum bezirklichen Handelns rücken. Hier wird sich entscheiden, ob und wie sich der „instabile Riese“ Wandsbek im Gleichgewicht halten lässt.

Stabilitätsindex

 

 

 

 

 

 

Die Ursachen für die sozialen Gegensätze verbunden mit erheblichen Konzentrationen sozialer Milieus liegen zum Teil in Rahmenbedingungen wie der konjunkturellen Lage, der demografischen Entwicklung oder Stadtplanungspolitik der Vergangenheit, die von Stadt und Bezirk aus kaum beeinflusst werden können. Wo also liegen die Handlungsbedarfe?

 

Es sind durchaus Maßnahmen möglich, die die soziale Mischung und damit auch die Stabilität von Stadtteilen erhalten oder erhöhen können. Diese soziale Kohäsion ist neben der bloßen Schaffung von Wohnraum eines der Ziele des Wandsbeker Wohnungsbauprogramms. Einerseits wird bei größeren Vorhaben auf einen Mindestanteil von 30% an geförderten Wohnungen geachtet, andererseits trägt die Schaffung attraktiven Wohnraums zur Aufwertung und sozialen Ausgewogenheit von Quartieren bei, z.B. auf dem Gelände der Jenfelder Au.

 

Daneben ist das Quartierszentrum Campus Steilshoop, das sich gerade mit großer öffentlicher Teilnahme in der Planung befindet, ein sehr wertvoller Baustein. Hier wird ein Ort der Begegnung geschaffen, der neben einem Bistro und den Angeboten aus den Bereichen Kultur, Sport, Bildung und Beratung außerdem nutzbare Stadtteilräume, z.B. für Initiativen und weitere Vereine aus dem Stadtteil, bereit hält.

 

Auf gesamtstädtischer Ebene wäre manchmal eine höhere Wahrnehmung wünschenswert. So befindet sich in Wandsbek keine einzige Hamburger Fachbehörde. Der Fundus der Hamburgischen Staatsoper wurde zuletzt doch nicht nach Jenfeld verlegt.

 

Wandsbek und alle anderen Bezirke haben insbesondere im Sozialbereich im Rahmen der im Haushalt festgelegten Mittel eine hohe Selbständigkeit. Das Netz sozialer Angebote und Infrastruktur ist vielfältig und eng am Bedarf ausgerichtet. Gerade in den sozial benachteiligten Stadtteilen fördert und betreibt der Bezirk eine große Zahl an Projekten und Einrichtungen.

 

Um in diesem Bereich auf die Erfordernisse flexibel reagieren zu können, hat sich zuletzt der Quartiersfonds sehr bewährt. Eine Fortführung und angemessene Erhöhung wäre daher aufgrund der oben genannten Befunde von großer Wichtigkeit.

 

Die SPD-Fraktion will daher in der Bezirksversammlung am 14. November beschließen:

 

Die zuständigen Fachbehörden werden gebeten
1. bei zukünftigen Infrastrukturmaßnahmen und Standortentscheidungen beispielsweise für Fachbehörden oder Landesbetriebe den Bezirk Wandsbek und seinen südlichen Teil verstärkt zu berücksichtigen.
2. im Senat darauf hin zu wirken, dass der Hamburgischen Bürgerschaft empfohlen wird, eine angemessene Erhöhung des Quartiersfonds zu beschließen.

designstudio berlin · webdesign corporate design foto | Sibylle Bauhaus · Grafik-Design + Illustration made in Hamburg.