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Das Wandsbeker Radverkehrskonzept – Große Chance statt Irrsinn

Die Bezirksversammlung Wandsbek hatte im Oktober 2013 die Entwicklung eines Radverkehrskonzepts in Auftrag gegeben. Das Konzept wurde vom Verkehrsplanungsinstitut ARGUS unter großer Beteiligung der Bevölkerung durch eine Online-Befragung sowie durch drei Radverkehrsforen erstellt. Der Gutachterentwurf wurde dem Wirtschafts- und Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am 5. November 2015 vorgestellt, dabei wurde der „Korridor A“ von der U-Bahnhaltestelle Farmsen bis zur S-Bahnhaltestelle Friedrichsberg mit seiner direkten Anbindung an das Radverkehrsnetz im Bezirk Nord ebenso wie in den Radverkehrsforen als besonders sinnvoll erachtet. Bevor die genaue Streckenführung überhaupt festgelegt ist, haben Teile der Opposition über die Medien eine Diskussion angestoßen, die dazu dient, Teile dieses Konzeptes schon im Frühstadium zu zerreden und zu behindern.

Die Wandsbeker rot-grüne Koalition hat deswegen für die nächste Sitzung der Bezirksversammlung einen Antrag zur Debatte angemeldet, der die nächsten Schritte zur Umsetzung des Radverkehrskonzeptes festlegen soll. Lars Kocherscheid-Dahm, der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bezirksfraktion: „Dabei ist für uns insbesondere eine breite Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner und Gewerbetreibenden bei der Festlegung der Streckenführung ein zentrales Anliegen, deswegen setzen wir uns dafür ein, dass im zuständigen Wirtschafts- und Verkehrsausschuss eine öffentliche Anhörung zum Thema durchgeführt wird, zu der breit eingeladen wird.“

Joachim Nack, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion ergänzt: „Wir wollen ein modernes Radwegenetz auf die Straße bringen, damit auch für die alltäglichen Besorgungen das Rad zur Alternative wird. Die ausgewählte Streckenführung ist aufgrund ihrer Anbindung an die Innenstadt dafür bestens geeignet. Bei der genauen Ausgestaltung der Strecke sind alle Interessenten aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen.“

Das Gutachterbüro wird anschließend eingehend prüfen, wie die genaue Ausgestaltung der Strecke aussehen soll und dabei die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger, der Gewerbetreibenden und der Bezirksversammlung aus der Anhörung mit einbeziehen. Kocherscheid-Dahm und Nack weiter: „Besonders wichtig ist uns, dass die Gewerbetreibenden in der Walddörferstraße für den Zuliefer- und Kundenverkehr kontinuierlich zu erreichen sind und dass der Busverkehr der Linie 116 auch zukünftig beibehalten werden kann.“

Kocherscheid-Dahm und Nack sind sich einig: „Wir sehen die im Radverkehrskonzept vorgeschlagenen Routen als eine große Chance an, so kann Wandsbek einen großen Schritt machen, um den Radverkehr attraktiver zu machen und damit mehr Leute zum Umsteigen auf das Fahrrad zu bewegen.“

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