Aktuell

400 neue Wohnungen im Bezirk Wandsbek

SPD und GRÜNE forcieren energetisches und soziales Bauen

Die rot-grüne Koalition in Wandsbek setzt sich dafür ein, dass sowohl der geförderte Wohnungsbau in Wandsbek vorangetrieben wird, als auch die Häuser nach hochwertigen energetischen Konzepten erstellt werden.

Im letzten Planungsausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek wurden drei Bebauungspläne im Kerngebiet, in Meiendorf und Farmsen mit knapp 400 Wohneinheiten beschlossen, die bereits im Wohnungsbauprogramm des Bezirkes festgeschrieben sind. Bei der Realisierung sollen jedoch zusätzlich soziale und ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt werden.

Oliver Schweim, Fachsprecher Stadtplanung der GRÜNEN Bezirksfraktion: „Wir haben durch die Festlegung von Energiestandards, die teilweise deutlich über den gesetzlichen Vorgaben liegen, für einen Wohnungsbau mit geringerem CO2-Ausstoß gesorgt. Dies sorgt für geringere Nebenkosten und damit langfristig für günstigeres Wohnen. Darüber hinaus haben wir durchgängig den Bau von Solaranlagen zur Erzeugung umweltfreundlicher Energie durchgesetzt und konnten sicherstellen, dass Gründächer und ökologische Pflanzvorgaben berücksichtigt wurden.“

Dazu Rainer Schünemann, Fachsprecher Stadtplanung der Wandsbeker SPD-Fraktion: „Mit dem neuen Baurecht für rund 400 Wohnungen leistet der Bezirk einen wichtigen Teil zum Wohnungsbauprogramm der Hansestadt. Mit dem großen Anteil von gefördertem Wohnungsbau wird es in Kürze viele neue Sozialwohnungen geben. Dabei haben wir auf einen hohen Standard der Gestaltung Wert gelegt. Damit wird erneut deutlich: Bei aller Dringlichkeit Unterbringungen für Flüchtlinge zu schaffen geht der reguläre Wohnungsbau weiter – auch und gerade für diejenigen, die es ansonsten schwer hätten, die Mieten an attraktiven Standorten wie direkt am Wandsbeker Zentrum, dem Berner Gutspark oder am Einfamilienhausgebiet von Meiendorf aufzubringen.“

So ist z.B. beim Bauvorhaben an der Kattunbleiche im Kerngebiet Wandsbeks erreicht worden, dass die Gebäude mindestens im KfW-Effizienzhaus-Standard 55٭ nach den Vorgaben der geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) errichtet werden sowie die Nutzung der Dachflächen für regenerative Energieerzeugungsanlagen mittels Solarthermie- und/oder Photovoltaikmodulen mit einer Kollektorfläche von mindestens 300 m². Über den geforderten Anteil von 50 % hinaus werden alle 132 Wohnungen als öffentlich gefördert in Form von familiengerechten Wohnungen (2. Förderweg), Seniorenwohnungen und Studentenapartments realisiert.

Das Bauvorhaben HeuortsLand in Farmsen (113 Wohneinheiten) wird vollständig als geförderter Wohnungsbau umgesetzt. Auf den obersten Dachflächen der Geschosswohnungsbauten inkl. des Wohnturms und der Kindertagesstätte werden Solarthermie-Anlagen mit einer Kollektorfläche etwa 280 m² Kollektorfläche angeordnet. Die Vorhabenträgerin beabsichtigt zudem die Wohngebäude im KfW-Effizienzhaus-Standard 55 gemäß der aktuellen Energieeinsparverordnung zu realisieren.

Am Schierenberg in Meiendorf werden von den 153 Wohneinheiten mindestens 30% öffentlich gefördert. Festgesetzt wurde auch die Begrünung der Dachflächen. Außerdem werden die Dächer der viergeschossigen Gebäudeteile auf einer Fläche von ca. 900 m2 für eine Photovoltaikanlage mit ca. 300 m2 Kollektorfläche genutzt.

* „KfW 55“ bezeichnet das Neubauniveau (KfW 100) minus 45 %. Ein KfW-Effizienzhaus-55 benötigt also 45 % weniger Primärenergie im Jahr als ein vergleichbarer Neubau

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