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Willkommenskultur: Bezirksversammlung Wandsbek richtet Fonds ein

Im Bezirk Wandsbek gibt es derzeit 17 Einrichtungen zur öffentlichen Unterbringung, in denen rund 3000 Menschen leben. Für das laufende Jahr wird mit einem weiteren Zustrom von Flüchtlingen gerechnet, für die auch in Wandsbek weitere Unterkünfte geplant werden müssen. Anja Quast, Vorsitzende der Wandsbeker SPD-Fraktion Wandsbek: „Jetzt ist es wichtig, für die ankommenden vielfach traumatisierten Menschen eine Willkommenskultur zu schaffen und das Engagement der Freiwilligen rund um die Unterkünfte zu unterstützen.“

Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration hat den Bezirken Mittel zur Verfügung gestellt, um dieses wichtige freiwillige Engagement für die Flüchtlinge zu unterstützen. Auf Initiative der Wandsbeker rot-grünen Koalition werden aus diesen Mitteln zukünftig 10.000€ reserviert, mit denen kleinere Maßnahmen (bis zu 500 Euro pro Antrag) zur Unterstützung von ehrenamtlichen Aktivitäten rund um die Flüchtlingsunterkünfte finanziert werden können. Marc Buttler, SPD-Fraktion Wandsbek: „Wir denken dabei an Dinge wie z.B. Materialien, die für die Durchführung von Mal- oder Sprachkursen oder ähnlichem, die den Flüchtlingen zu Gute kommen. Die dafür benötigten Gelder sollen den Unterstützergruppen unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden.“

Neben der Unterstützung und Stärkung des ehrenamtlichen Engagements muss jedoch auch die Zivilgesellschaft gestärkt werden, um jeglichen rechtsradikalen Tendenzen frühzeitig zu begegnen. Hierzu müssen Strukturen geschaffen werden, die durch Projekte und Öffentlichkeitsarbeit die bestehenden lokalen und bezirklichen Netzwerke und Stadtteilgremien verknüpft und in ihrer Arbeit unterstützt. Dennis Paustian-Döscher, Vorsitzender der Wandsbeker Grünen-Fraktion: „Die Stärkung der Zivilgesellschaft ist für die erfolgreiche Integration der Flüchtlinge unerlässlich. Wir begrüßen deshalb den Ansatz unserer Verwaltung, gemeinsam mit der Lawaetz-Stiftung hierfür zügig konzeptionelle Lösungen anzubieten.“

Finanziert wird diese flankierende Arbeit mit Hilfe des Bundesprogrammes „Demokratie leben“ bis 2019 mit insgesamt 275.000 Euro, so dass eine schnelle Umsetzung von Projekten, die mit dem Tempo der Zuwanderung in unsere Gesellschaft Schritt halten kann, gewährleistet ist. Vor dem Hintergrund, dass die Stadtteile Wandsbeks sozial und ökonomisch sehr unterschiedlich strukturiert sind, kann mit den beiden Ansätzen, Stärkung des ehrenamtlichen Engagements vor Ort durch finanzielle und logistische Unterstützung und Schaffung von Strukturen und Kooperationen für den gesamten Bezirk, eine wirksame Stärkung der Zivilgesellschaft und die Schaffung einer Willkommenskultur für ganz Wandsbek erreicht werden.

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