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Finanzierung für Teeny Club Sasel nicht gesichert

Die Wandsbeker rot-grüne Koalition wehrt sich gegen die Anschuldigungen der örtlichen CDU-Abgeordneten, sie hätte das Projekt Jugendclub Sasel fallen gelassen, obwohl das Geld für den Club vorhanden sei. Dieses entspricht nicht der Wahrheit und würde auch inhaltlich dem widersprechen, wofür die Koalition die ganzen letzten Jahre gekämpft hat.

Richtig ist, dass es in Sasel nach wie vor keine staatlich geförderte Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit gibt. Da der Wandsbeker Jugendhilfeausschuss das Ziel hat, flächendeckend im gesamten Bezirk Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit vorzuhalten, ist im Stadtteil Sasel objektiv der Bedarf für eine solche Einrichtung vorhanden. Das hat die Wandsbeker SPD immer so vertreten und deshalb schon vor Jahren angeregt, Mittel aus allen Bereichen des Bezirkshaushaltes zugunsten des Betriebes eines solchen Jugendclubs in Sasel umzuschichten. Insgesamt wurden mit Zustimmung aller Fraktionen für den Betrieb eines solchen Clubs 280.000€ über vier Jahre zur Verfügung gestellt. Ebenfalls wurden Bezirksmittel für den Bau bzw. die Herrichtung von Räumlichkeiten in Höhe von rund 300.000,- Euro bereit gestellt und ein Träger für den Teeny Club ausgewählt. Allein die Suche nach passenden Räumlichkeiten war bisher nicht erfolgreich.

In der Zwischenzeit sind durch Sparvorgaben des Senates die Mittel für die offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) gekürzt worden. Zwar konnten die bestehenden Einrichtungen alle weiter bestehen bleiben, die Betriebsmittel allerdings, die für den bislang nicht verwirklichten Jugendclub in Sasel reserviert waren, werden dafür gebraucht die Finanzierung der vorhandenen Einrichtungen sicher zu stellen. Das heißt, der Jugendclub Sasel kann zum jetzigen Zeitpunkt nur verwirklicht werden, wenn an anderer Stelle eine Einrichtung ihr Angebot kürzt oder geschlossen wird. Das ist allen Mitgliedern des Wandsbeker Jugendhilfeausschusses klar.

„Vor diesem Hintergrund ist es nicht ehrlich, wenn die CDU jetzt aus dem Konsens ausschert und für sich reklamiert, für die zeitnahe Einrichtung des Jugendclubs in Sasel zu sein – zum einen ist nach wie vor kein Raum für den Jugendclub gefunden und zum anderen kann der Teeny Club Sasel nur durch Kürzungen an anderen Orten in Wandsbek verwirklicht werden. Hierzu haben wir allerdings auch von der CDU noch keinen Vorschlag gehört“, sagen die beiden Wandsbeker Fraktionsvorsitzenden von SPD und Grünen Anja Quast und Dennis Paustian-Döscher.

Hinzu kommt, dass es intensive Bemühungen darum gibt, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendeinrichtungen die Mittel für die Tarifsteigerungen zusätzlich zu den bislang für die Jugendhilfe bereit gestellten Mittel vom Senat einzuwerben. Hier gäbe es erheblichen Erklärungsbedarf, wenn zwar Geld für eine ganz neue Einrichtung im Bezirk vorhanden wäre, andererseits jedoch Mittel für den Ausgleich der Tariferhöhungen verlangt würden, weil der Haushalt sonst nicht auskömmlich ist.

„In der derzeitigen Situation wäre es unverantwortlich, das Projekt Teeny Club Sasel an den Start zu bringen. Wir würden den Fortbestand bestehender Einrichtungen in Wandsbek gefährden und damit unserer Verantwortung einer nachhaltigen Jugendhilfeplanung für den Bezirk nicht gerecht. Das aktuelle Verhalten der CDU, bei dem sie die sofortige Verwirklichung des Teeny Clubs fordert, kann angesichts der finanziellen Lage des Jugendhilfehaushaltes nur als Wahlkampftaktik verstanden werden“, ergänzen Anja Quast und Paustian-Döscher.

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