Kultur

Langer Streit um Hummelsbüttler Kriegerdenkmal beigelegt

Vorschlag der SPD-Bezirksfraktion Wandsbek findet breite Zustimmung

 

Das Kriegerdenkmal an der Hummelsbüttler Hauptstraße erregt seit vielen Jahren die Gemüter in Hummelsbüttel und in der Kommunalpolitik. Strittig war, ob, und wenn ja, wie der Gedenkstein verändert oder ergänzt werden sollte. Kritiker sahen diesen als kriegsverherrlichend an oder zumindest als ein Denkmal mit falschem Zungenschlag. Zu Zeiten der CDU- geführten Regierungskoalitionen in Wandsbek sah man keinen Handlungsbedarf. Kritiker brachten das Thema aber immer wieder auf die Tagesordnung.

 

Unter Leitung des SPD-Bezirksabgeordneten Ortwin Schuchardt wurde nun im Bezirksausschuss für Finanzen und Kultur mit den Fachsprecherinnen und Fachsprechern der übrigen Parteien ein Lösungsvorschlag erarbeitet und mit den Interessenvertreter der Hummelsbüttler Vereine und Institutionen abgestimmt. Es soll ein weiterer, etwa halb so großer Findling mit der Inschrift „Die Toten mahnen uns Lebende an Frieden und Versöhnung“ quer vor das Denkmal aufgestellt werden. Das Denkmalsgelände soll darüber hinaus unter Einbeziehung des Hummelsbüttler Heimatvereins aufgewertet und dauerhaft gepflegt werden. Finanziert wird dies aus Mitteln des Bezirksamtes.

 

Über den nun in der Bezirksversammlung Wandsbek beschlossenen Antrag zeigt sich der Hummelsbüttler SPD-Bezirksabgeordnete Xavier Wasner hoch erfreut: „Diese Lösung für das Kriegerdenkmal in Hummelsbüttel ist ein sinnvoller und ausgewogener Kompromiss mit Beispielcharakter. Der Gedenkplatz wird unmissverständlich zum kritischen Nachdenken und Auseinandersetzen mit dem Erbe der Vergangenheit anregen.“

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