Wo bleiben die Paten für Kinderspielplätze in Wandsbek?
Ernüchterndes Ergebnis nach einer Großen Anfrage der SPD-Bezirksfraktion Wandsbek zum Angebot des Bezirksamtes, öffentliche Spielplätze in Patenschaften an Privatpersonen zu vergeben.
Im Oktober letzten Jahres hat das Bezirksamt Wandsbek per Pressmitteilung darauf hingewiesen, dass Patenschaften für Kinderspielplätze durch Privatpersonen übernommen werden könnten und verantwortungsbewusste Bürger gesucht, die sich ehrenamtlich engagieren sollten. Dem vorausgegangen war ein Beschluss der Bezirksversammlung aus dem letzten Jahr, für eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit zu sorgen.
Ziel der Patenschaften soll eine Qualitätssteigerung der Spielplätze sein, sie sollen für Kinder noch attraktiver werden. Die Spielplatzpaten sollen sich ehrenamtlich um alle Belange „ihres“ Spielplatzes kümmern und eng mit dem Bezirksamt zusammenarbeiten. Paten sind nach Ansicht des Bezirksamtes Ansprechpartner für die Kinder, melden Beschädigungen, aber wirken beispielsweise auch bei der Gestaltung des Spielplatzes mit.
„Wie das Bezirksamt nun auf Anfrage der SPD-Fraktion mitteilte, ist dieser Aufruf offenbar ungehört verhallt. Nur drei Meldungen von Interessierten erreichten das Bezirksamt, und nur eine neue Patenschaftsvereinbarung konnte tatsächlich abgeschlossen werden“, so die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Bezirksfraktion Gudrun Wendt.
„Offensichtlich hat das Bezirksamt dieses Ehrenamt nicht attraktiv genug ausgestaltet, damit sich genügend Menschen melden, um diese Patenschaften für Spielplätze zu übernehmen. Die SPD-Fraktion hat den Antrag in der Bezirksversammlung bereits damals kritisch gesehen. Es reicht eben nicht, öffentliche Verantwortlichkeiten auf Privatpersonen abzuwälzen und damit Ehrenamtsförderung der besonderen Art zu betreiben“, kritisiert Wendt.
Insgesamt bestehen damit nur fünf Patenschaften von Privatpersonen für die Spielplätze Appelhoffweiher, Thiedeweg, Pulverhofsweg, Heidstückenkehre und Kreienstieg. „Die SPD-Fraktion dankt den Paten dieser Spielplätze ausdrücklich für ihr Engagement. Das diese Paten diese Aufgabe trotz der beschränkten Einflussmöglichkeiten übernommen haben, gehört entsprechend gewürdigt“, so Gudrun Wendt weiter.
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