Straßennamensschilder in Auflösung?
Seit einigen Jahren werden sukzessive die alten emaillierten Straßennamensschilder durch moderne Schilder ersetzt. Bei einigen dieser neuen Schilder sind bereits erste Auflösungserscheinungen auffällig, die Zweifel an der Haltbarkeit der Schilder aufkommen lassen. So ist zu beobachten, dass sich teilweise einzelne Buchstaben ablösen, bzw. verformen und somit ganze Namensteile unleserlich werden.
So gesehen z. B. an der Kreuzung Berner Brücke / Kriegkamp sowie am Waldweg / Konrad-Reuter-Straße. Das lässt vermuten, dass eine Vielzahl der neueren Straßennamensschilder bereits wieder abgängig sind, bzw. in den nächsten Monaten bis wenigen Jahren wieder ausgetauscht werden müssen – und somit einen erheblichen Kostenaufwand bei der Beschaffung auslösen.
Das Bezirksamt Wandsbek weiß allerdings von dem Problem bisher offiziell nichts. Dies ergab eine Kleine Anfrage des SPD-Bezirksabgeordneten André Schneider, die nun durch die Bezirksamtsleitung beantwortet wurde (Drs.-Nr. 18/4524). “Da es aber offenkundige Beschädigungen an neuen Straßennamensschildern gibt, scheint eine Bestandsaufnahme der beschädigten Schilder im Bezirk notwendig, schon allein aus Kostengründen, denn ein neues Schild kostet durchschnittlich 45 Euro”, so André Schneider.
Unklar scheint bisher, weshalb sich einzelne Buchstaben, die per Kunststofffolie auf dem Aluminiumträger aufgeklebt sind, plötzlich ablösen. “Ich vermute eine Nichtbeständigkeit der Folie gegenüber UV-Strahlen sowie längeren Hitze- und Kälteeinfluss auf das Material”, so Schneider weiter. Dem Bezirksamt liegen zur Lebensdauer der Schilder allerdings keine Aussagen des Herstellers vor. “Es wäre schon merkwürdig, wenn diese zentrale Frage nicht vor Beschaffung der Schilder geklärt worden wäre”, wundert sich André Schneider.
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