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Kultur nur für bestimmte Stadtteile wichtig?

Wandsbek hat Chance verpasst, sich für Kulturinsel Bramfeld auszusprechen

Es sollte losgehen, die Machbarkeitsstudie hatte das Ergebnis, dass die Kulturinsel in Bramfeld realisierbar ist und verschiedene Modellrechnungen aufgestellt, wie sich die Kulturinsel selbst tragen könnte. Dazu Ortwin Schuchardt, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Bezirksfraktion in Wandsbek: „Nach der Vorstellung der Studie ist jetzt der Bezirk an der Reihe, sich für das Projekt einzusetzen.“

Doch auf der Sitzung der Bezirksversammlung am 1. Juli wurde deutlich, dass die Fraktionen von CDU und FDP sich nicht eindeutig für das Projekt aussprechen wollen. Vordergründig wurde die vermeintlich unsichere Finanzierung als Grund für die Ablehnung genannt. Aber zwischen den Zeilen wurde in den Redebeiträgen der Koalitionäre deutlich, dass die Kulturinsel insgesamt nicht gewollt wird.

Die Ergebnisse der Studie wurden von den Rednern der CDU und FDP angezweifelt und staatliche Mittel sollten ihrer Meinung nicht bereit gestellt werden. Ortwin Schuchardt weiter: „Es drängt sich der Verdacht auf, dass Kultur in Wandsbek nur in den Stadtteilen gewollt ist, wo sich die Bürgerinnen und Bürger Kultur leisten können.“ Anders kann man die Diskussionsbeiträge nicht deuten, schließlich ist das Ergebnis der Machbarkeitsstudie, dass eine Kulturinsel ohne dauerhafte staatliche Finanzierung machbar ist.

Das Ziel der SPD ist es, die Kulturinsel Bramfeld auf der Grundlage der Machbar-keitsstudie vom Juni zügig zu verwirklichen. Damit sollen die vielen Kulturschaffenden vor Ort unterstützt werden und ein wichtiger Beitrag für die Erneuerung und Entwicklung des Ortskernes von Bramfeld geleistet werden. Die Kulturinsel umfasst das BRAKULA und das ehemalige Försterhaus, die davor liegende Freifläche und einen möglichen Neubau für ein Kino.

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