Bahnhof Rahlstedt: SPD legt Eckpunkte für Neugestaltung des Areals vor – ideenlose CDU mauert
Die Bezirksversammlung hat sich auf Initiative der SPD-Bezirksfraktion Wandsbek erneut mit der Gestaltung des Bahnhofsareals in Rahlstedt beschäftigt. Schon seit einigen Jahren werden viele Anstrengungen unternommen, um den Rahlstedter Ortskern attraktiver und moderner zu gestalten. Ein großes Fragezeichen steht hierbei hinter der künftigen Nutzung des Bahnhofsareals, welches die Deutsche Bahn AG derzeit zum Verkauf ausgeschrieben hat. Um hier für etwas mehr Klarheit zu sorgen, hatte die SPD einen Antrag zu Eckpunkten für eine mögliche Bebauung eingebracht – doch die Koalition aus CDU und FDP blockierte die Initiative mit ihrer Mehrheit in der Bezirksversammlung.
„Vor allem die CDU hat hier wieder einmal gezeigt, wie falsch man Kommunalpolitik auffassen kann. Während wir Pflöcke für eine mögliche Neubebauung des Areals einschlagen und Eckpunkte festlegen wollten, hat die CDU in Ihren Redebeiträgen nur eines klar gemacht: Die Ideenlosigkeit auf ihrer Seite geht weiter“, so Lars Kocherscheid, Regionalsprecher Rahlstedt der SPD-Fraktion. Fest steht, dass die Rahlstedter Bahnhofsgebäude über kurz oder lang abgerissen werden müssen, um Platz zu machen für den Bau der S-Bahn nach Ahrensburg (S 4). Verkauft werden soll von der DB AG im Rahmen einer jetzt stattfindenden Ausschreibung daher auch nicht das gesamte Bahnhofsgrundstück, sondern nur der für die Bahn entbehrliche Teil, der für sich genommen jedoch nicht sinnvoll bebaubar ist.
„Das bedeutet in unseren Augen, dass sich die Bebauung nicht allein auf das zum Verkauf stehende Bahngrundstück beschränken darf, sondern Flächen im Umfeld mit einbeziehen muss“, so Kocherscheid weiter. Die zu erwartende Neubebauung bietet nach Meinung der SPD etwa die Chance, dem Helmut-Steidl-Platz „Kanten“ zu geben und ihn so erst richtig als Platz erlebbar zu machen. Auch eine mögliche Nutzung des Neubaus für stadtteilkulturelle Zwecke und die Neuordnung der Verkehrsflüsse in diesem Bereich wollten die Sozialdemokraten prüfen lassen. Die CDU lehnte dieses jedoch zunächst ab und überwies den Antrag in den Planungsausschuss.
„Die Neubebauung am Bahnhof ist von großer Bedeutung für den Stadtteil, deswegen muss es hier endlich konkrete Eckdaten geben, die dann unter Beteiligung der Öffentlichkeit weiterentwickelt werden. Die CDU in ihrer Ideenlosigkeit blockiert dieses und wartet nur darauf, einen Investor zu finden, dessen Planungen sie dann unvorbereitet gegenübersteht. Das ist in unseren Augen der falsche Weg“, bilanziert Kocherscheid. „Es muss vielmehr darum gehen, den Gestaltungsauftrag der Politik auszuführen und unter Beteiligung der Öffentlichkeit konkrete Ideen für Rahlstedt zu entwickeln.“
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