Behördenfehler ausbügeln – Barrierefreiheit herstellen!
Zugangssituation vom U-Bahnhof Farmsen zum EKT Farmsen und medizinischen Zentrum verbessern
Die SPD-Fraktion Wandsbek setzt sich dafür ein, dass der Zugang vom U-Bahnhof Farmsen zum Einkaufstreffpunkt Farmsen wie ursprünglich geplant barrierefrei gestaltet wird. Außerdem sollen dem zuständigen Fachausschuss die zwischen Bezirksamt und Fachbehörde geschlossenen die Verträge und Unterlagen vorgelegt werden, um zu klären, wie es zu diesem Versehen bei der Planung kommen konnte. Statt einer schnellen Entscheidung wurde der Antrag der SPD-Fraktion gestern auf der Bezirksversammlung wieder in den Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus überwiesen.
„Seitens der Liegenschaftsabteilung der Finanzbehörde und des Bezirksamtes wurde bewusst auf eine Barrierefreiheit verzichtet. Zuständigkeitsklauseln im Vertrag wurden nachträglich verändert“ kritisiert der Farmsen-Berner SPD-Bezirksabgeordnete Lars Pochnicht.
Die Vertreter des Bezirksamtes hatten in ihren Stellungnahmen im Verkehrsausschuss den Eindruck erweckt, es sei ein Versäumnis des Bauherrn des Erweiterungsbaus des EKT, mit dem die Herstellung dieser Wegeverbindung vertraglich vereinbart wurde. In der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses erörterte ein Vertreter des privaten Investors der EKT-Erweiterung die Sachlage und untermauerte seine Darstellung anhand von Verträgen zwischen dem Bauherrn und der Stadt Hamburg. Hiernach war es entgegen der Darstellung des Bezirksamtes nicht vertragliche Aufgabe des privaten Investors einen barrierefreien Weg herzustellen. „Hier wird auf dem Rücken von Menschen, die auf einen barrierefreien Zugang zum EKT Farmsen angewiesen sind, vom Bezirksamt auf Zeit gespielt, das darf nicht sein“, so Lars Pochnicht.
Von Behördenseite wurde argumentiert, dass es bereits einen barrierefreien Zugang zum EKT Farmsen und dem dort gelegenen medizinischen Zentrum gäbe. Der Umweg würde sich auf eine sehr großzügig gerechnete Länge von 100 Metern belaufen. Diese Aussage ist schlicht nicht zutreffend, da der von der Verwaltung aufgezeigte Weg erstens wesentlich länger und zweitens aufgrund einer vorhandenen Treppenanlage ebenfalls nicht barrierefrei ist.“ Der einzig wirklich barrierefreie Weg zum EKT verläuft entlang der August-Krogmann-Straße bis zur Kreuzung mit dem Berner Heerweg und von dort zurück zum EKT bzw. der Straße An der Walddörferbahn. Dieser Weg ist wesentlich länger.
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