Ist die Bezirksamtsleiterin überfordert?
Freitag, 23. Januar 2009Unstimmige Kommunikation innerhalb des Bezirksamtes und mit den Wandsbeker Bürgerinnen und Bürgern
Die Diskussion um die Einrichtung eines Bordells in der Angerburger Straße hat ein neues Kapitel: durch die Beantwortung einiger kleiner Anfragen ist deutlich geworden, dass die Einrichtung des Bordells durchaus hätte verhindert werden können, wenn das Bezirksamt rechtzeitig gehandelt hätte.
Die Entscheidung fiel in die Urlaubszeit der Bezirksamtsleiterin, deswegen so die Information in einer beantworteten Anfrage, habe sie nicht früher als Oktober von der geplanten Ansiedlung gewusst. Jetzt muss man wissen, dass die erste Anfrage schon im Juli an das Bezirksamt gerichtet wurde, ein schöner langer Urlaub.
Schlechter Stil ist es allerdings, die gefallene Entscheidung, sei es nun mit oder ohne Wissen der Bezirksamtsleiterin gewesen, der Stellvertreterin in die Schuhe zu schieben und so die Verantwortung nicht zu übernehmen.
Die SPD hat sich seit Bekanntwerden der Pläne intensiv um die besorgten Bürgerinnen und Bürger gekümmert während die Bezirksamtsleiterin noch nicht einmal die von der Initiative gesammelten Unterschriften persönlich entgegen genommen hat, sondern auch hier den Kontakt gemieden hat.
Thomas Ritzenhoff, der Fraktionsvorsitzende der SPD-Bezirksfraktion: „Ich würde mich angesichts solcher Geschehnisse fragen, ob ich der Verantwortung dieses Amtes noch gewachsen bin oder ob ich die Konsequenzen ziehen sollte.“ Damit ist die Entscheidung des ersten Bürgermeisters, eine ihm genehme Bezirksamtsleiterin zu installieren gescheitert.