Kultur
SPD-Initiative für ein neues Bürgerhaus ist voller Erfolg!
Schon die Zahl der über 100 Besucher bei der öffentlichen Anhörung zum neuen Bürgerhaus in Wandsbek am Donnerstag Abend im Gemeindesaal der Christuskirche Wandsbek machte deutlich: der Bedarf ist groß.
Die anwesenden Wandsbekerinnen und Wandsbeker, die zu der durch eine Initiative der SPD-Fraktion angesetzten Veranstaltung gekommen waren, nutzten zwei Stunden lang die Gelegenheit, um über einen Ersatz für das bisherige Bürgerhaus zu reden. Es war Ende des Jahres von der Bezirksverwaltung geschlossen worden, da der Senat das Grundstück für 4,4 Millionen Euro verkaufen will. Zu hören ist, dass ein privater Investor an dieser Stelle nun eine Seniorenresidenz errichten möchte. Der Wandsbeker Kern mit über 100.000 Einwohnern steht somit ohne eine kulturelle Begegnungsstätte, ohne einen zentralen Veranstaltungsort da.
Viele Redner beklagten, dass die Nutzer des Bürgerhauses ihre Initiativen entweder eingestellt hätten oder in weiter entfernte Stadtteile abgewandert seien. Wandsbek befände sich schon länger in einem Prozess der kulturellen Ausblutung und entwickle sich weiter zu einer reinen Schlafstadt.
Dazu Elke Badde, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: „Ein Bürgerhaus birgt immenses Potential für die Identifikation mit dem eigenen Stadtteil. Hier können Bürgerinnen und Bürger ihre Eigeninitiative in der ganzen Breite der Möglichkeiten einbringen. Eine solche Einrichtung dient nicht einfach der Bespaßung der Bevölkerung, sondern soll bürgerschaftliches Engagement wecken und Kräfte aktivieren, die den Stadtteil erst lebendig werden lassen. Dazu ist auch eine professionelle Leitung des Hauses notwendig.“
Am Ende der Veranstaltung fanden sich etwa 20 Teilnehmer zusammen, die gemeinsam als Runder Tisch Wandsbek konkrete Vorschläge erarbeiten und sich für die Verwirklichung eines Bürgerhauses einsetzen wollen.
Interessierte können sich melden bei Rainer Schünemann unter Tel. 278 02 03.
