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Ein “Mehrgenerationenhaus” für Wandsbek

Die Wandsbeker Bezirksversammlung hat in ihrer letzten Sitzung die Einrichtung eines “Mehrgenerationenhauses” im Bezirk Wandsbek gefordert. Der von der SPD-Fraktion eingebrachte, einstimmig beschlossene Antrag zielt darauf ab, das von der Bundesregierung im Koalitionsvertrag beschlossene Projekt Mehrgenerationenhäuser auch in Wandsbek zu verwirklichen.

Mehrgenerationenhäuser sollen einen Beitrag zum Aufbau neuer Nachbarschaften mit Begegnungs- und Kontaktmöglichkeiten zwischen Jung und Alt leisten.

Ein Begegnungsraum sowie die Angebote von Kindertagesbetreuung auf der einen und einem Altenservice auf der anderen Seite sind die tragenden Säulen eines Mehrgenerationenhauses. Daneben kann es alle möglichen anderen Angebote geben, je nach dem, was ist der Nachbarschaft gebraucht wird.

Arbeitsprinzipien eines Mehrgenerationenhauses sind die “Hilfe zur Selbsthilfe” und das “Laien-mit-Laien-Prinzip”. Das heißt, jeder, der Lust hat, kann ein Angebot machen, auch wenn er kein ausgewiesener Experte ist.

“In Niedersachsen gibt es bereits eine ganze Reihe solcher Mehrgenerationenhäuser, und dort funktioniert das sehr gut”, sagt die stv. Vorsitzende der Wandsbeker SPD-Fraktion, Anja Quast. “Langfristiges Ziel sollte es sein, in jedem Stadtteil so ein Haus einzurichten. Zunächst einmal freuen wir uns aber darüber, dass Wandsbek mit der Einrichtung eines ersten Hauses den Anfang machen will.”

Mehrgenerationenhäuser werden vom Bund mit jährlich 40.000 ¤ fünf Jahre lang gefördert, so ist es im Koalitionsvertrag beschlossen. Von diesem Geld kann mindestens eine fest angestellte Kraft bezahlt werden, die den Aufbau und die Etablierung der Einrichtung sicher stellen kann. Die Mittel stehen dem Bezirk also in jedem Fall zusätzlich zur vorhandenen Infrastruktur zur Verfügung und müssen nicht an anderer Stelle eingespart werden.

Anja Quast: “Der Bezirk sollte die Einrichtung eines Mehrgenerationenhauses zügig vorantreiben, damit diese vom Bund bereitgestellten Mittel ihren Zweck erfüllen können und zur Stabilisierung der Nachbarschaften in unseren Stadtteilen beitragen können.”

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