Familie

Sonderfonds “Hilfen für Eltern mit Kleinkindern”

Antrag für die Sitzung der Bezirksverwaltung am 27. April 2006:
Die zahlreichen in der Öffentlichkeit bekannt gewordenen Fälle der Vernachlässigung und Misshandlung von Kleinkindern haben zu der nunmehr allgemein akzeptierten Erkenntnis geführt, dass sich die Stadt Hamburg stärker um ihre Kinder kümmern muss. Die Auswertung der Arbeit der Allgemeinen Sozialen Dienste hat unter anderem ergeben, dass Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren am wenigsten vom vorhandenen Hilfesystem erreicht werden.

Die von der Bürgerschaft geforderte Verbindlichkeit der Vorsorgeuntersuchungen ist ein erster Schritt, um Vernachlässigungen oder Misshandlungen zu erkennen. Damit Kinderärzte dabei aber zu Partnern der Jugendhilfe werden, müssen sie auf geeignete Hilfsangebote verweisen können. Dasselbe gilt für Frauenärzte in der Schwangerschaftsvorsorge bzw. Hebammen in der Betreuung von Müttern und Kindern nach der Geburt, wenn sie Problemlagen begegnen, die eine weitergehende Unterstützung erfordern. In den Bezirken gibt es geeignete
Konzepte zur Unterstützung von Schwangeren und Eltern mit Kleinkindern. Die Angebote sind aber in keiner Weise flächendeckend vorhanden und zurzeit nicht ausreichend finanzierbar.

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten sich bei Senat und Bürgerschaft dafür einzusetzen, dass ein Sonderfonds „Hilfen für Eltern mit Kleinkindern“ in Höhe von 7 Millionen Euro jährlich eingerichtet wird, damit die Bezirke das Versprechen des Ersten Bürgermeisters, Hamburg werde sich in Zukunft besser um seine Kinder kümmern, einlösen und alle erforderlichen
Hilfen im oben genannten Sinne finanzieren können.

Für die SPD-Fraktion

gez. Thomas Ritzenhoff

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