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Einrichtung eines “Mehrgenerationenhauses” als Familienhilfezentrum in Wandsbek

Antrag für die Sitzung der Bezirksversammlung am 27. April 2006:
Im Bundeskoalitionsvertrag haben SPD und CDU das Projekt „Mehrgenerationenhäuser“ (MGH) beschlossen. Das Konzept des Mehrgenerationenhauses versteht sich als Beitrag zum Aufbau neuer Nachbarschaften mit Begegnungs- und Kontaktmöglichkeiten zwischen Jung und Alt. Die Häuser sollen der Schwächung sozialer Netze in Verwandtschaft und Nachbarschaft entgegenwirken.

Die „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist ein Prinzip der Arbeit, das „Laien-mit-Laien-Prinzip“ ein weiteres. Der Begegnungsraum, die Kindertagesbetreuung und der Altenservice sind unverzichtbare Bestandteile eines Mehrgenerationenhauses. In Ergänzung dazu können weitere Bereiche (z.B. Beratung, Begleitung in Krisensituationen, Weiterbildung, praktische Lebenshilfe etc.) angegliedert werden, die sich auf der Basis des Konzeptes entsprechend den Bedürfnissen der Nachbarschaft und des Stadtteiles entwickeln.

Träger der Mehrgenerationenhäuser können Kommunen, Wohlfahrtsverbände, Initiativen, Vereine, Kirchen, Bildungsträger, Träger der Jugend- oder Altenhilfe u.a. sein. Die Träger haben die Aufgabe, die Gründung, den Aufbau und die Verstetigung eines Mehrgenerationenhauses sicher zu stellen. Der Bund fördert die Einrichtung und den Unterhalt der Häuser mit jeweils 40.000 ¤ pro Jahr auf fünf Jahre.

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:

Die Bezirksverwaltung wird aufgefordert

1. zu prüfen, in welchem Stadtteil Wandsbeks das Konzept des Mehrgenerationenhauses unter Einbeziehung der vorhandenen sozialen Infrastruktur am besten umzusetzen ist. Insbesondere die Stadtteile Eilbek und Wandsbek-Gartenstadt sind auf ihre Eignung zu überprüfen, da Stadtteilstruktur und Angebotsseite für die Einrichtung eines solchen Hauses sprechen,
2. der Bezirksversammlung bis zum 01.07.06 über die Ergebnisse der Prüfung zu berichten,
3. die Einrichtung eines Mehrgenerationenhauses in einem ausgewählten Stadtteil unter Einbeziehung der vom Bund bereitgestellten Mittel umzusetzen.

Für die SPD-Fraktion

gez. Anja Quast

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